HOME

Großaufnahme X-Mas Special: 22 Dinge, die Sie über "Kevin - Allein zu Haus" wissen müssen

Auch in diesem Jahr kriegt Marv in "Kevin - Allein zu Haus" wieder ein Bügeleisen auf den Kopf: Macaulay Culkins Alleingang gegen zwei trottelige Einbrecher von 1990 zählt zu den Evergreens im weihnachtlichen Fernsehprogramm.

Kevin allein zu haus

Macaluay Culkin in dem Film "Kevin - Allein zu Haus" 

Picture Alliance

•Zur Einstimmung erstmal der Trailer von "Kevin - Allein zu Haus":

•John Hughes, der Produzent des Films, wollte von Anfang an Macaulay Culkin für die Hauptrolle haben, weil ihn der Junge bei den Dreharbeiten zur Komödie "Allein mit Onkel Buck" so beeindruckt hatte. Weil es seine "Verantwortung als Regisseur" war, testete Chris Columbus dennoch hunderte anderer Kandidaten, musste am Ende aber eingestehen, dass Hughes richtig lag.

•Für die schließlich mit Joe Pesci besetzte Rolle des Einbrechers Harry Lime (der Name ist angelehnt an die von Orson Welles gespielte Figur im Klassiker "Der dritte Mann") waren unter anderen auch Robert De Niro, Rowan Atkinson, Danny De Vito und Phil Collins in der Ziehung.

•Pesci, offenbar immer noch im Modus von Martin Scorseses zuvor gedrehtem Mafia-Thriller "GoodFellas" unterwegs, vergaß in diversen Szenen, dass es sich hier um einen Familienfilm handelt. Wenn er in einer Szene mal wieder ausrastete, schrie er "Fuck!". Chris Columbus musste ihn daher öfter bitten, stattdessen das Wort "Fridge" zu verwenden.

•Das Stunt Double von Macaulay Culkin war ein 30-jähriger Mann von sehr geringer Körpergröße.

•Hier hingegen der echte Hauptdarsteller in seinem ersten TV-Interview zu dem Film:

•Der Film, den Kevin sich zu Hause auf Video anschaut, wurde eigens dafür gedreht. Er heißt "Angels With Filthy Souls" und ist eine Referenz an den Gangsterfilm-Klassiker "Angels With Dirty Faces" aus dem Jahre 1938 mit James Cagney:

•Am Ende nicht im Film, aber lustig und deshalb schade: Marvs und Harrys eigenwillige Interpretation von "Santa Claus is Coming to Town":

•Die Proben zu der Szene, in der Harry versucht, Kevin in den Finger zu beißen, endeten blutig. Culkin trug eine bis heute sichtbare Narbe davon.

•Weil der ursprüngliche Komponist Bruce Broughton aus Termingründen im letzten Moment absagen musste, übernahm John Williams den Job. Vermittelt hatte ihn sein alter Freund Steven Spielberg. Die Filmmusik und der Song "Somewhere in my Memory" wurden jeweils für einen Oscar nominiert.

•Macaulay Culkin wurde 1991 für einen Golden Globe als Bester Hauptdarsteller nominiert.

•In einer Szene des Films blättert Kevin den "Playboy" durch. Die Seiten mit den unbekleideten Damen waren vorher zusammengeklebt worden, damit Culkin in seinem Alter keine Nacktfotos zu sehen bekam.

•"Kevin – Allein zu Haus" kostete 18 Millionen Dollar und spielte weltweit rund 477 Millionen Dollar ein. Der Film war die erfolgreichste Komödie aller Zeiten, bis "Hangover II" ihn 2011 ablöste.

•1989 hatte der französische Regisseur René Manzor einen Horror-Thriller mit dem Titel "3615 code Père Noel" gedreht, in dem ein kleiner Junge sich mit seinem Großvater gegen einen als Weihnachtsmann verkleideten Einbrecher wehrt. Er drohte den "Kevin"-Machern mit einer Plagiatsklage, die dann aber doch nicht eingereicht wurde. John Hughes entgegnete, er habe die Idee zu seinem Film 1989 während einer Paris-Reise mit seiner Familie gehabt und Manzors Film nie gesehen.

•Der Schnee, der am Ende vor Kevins Haus fällt, waren Flocken aus zerstampften Kartoffeln.

•1992 drehte Chris Columbus mit selber Besetzung die Fortsetzung "Kevin – Allein in New York". Als der Film in die Kinos kam, drehte Macaulay Culkin diesen drolligen Werbespot für Sprite:

•2015 spielte Culkin für die erste Folge der Internet-Serie "Dryvrs" noch einmal die Rolle des Kevin McCallister, der über die Jahre zu einem langhaarigen, verbitterten Psychopathen verkommen ist:

•Im Dezember dieses Jahres parodierte er erneut die Rolle seines Lebens für einen Google Assistent Werbespot.

•Das sagten die Kritiker:
"Die erste Hälfte von 'Kevin – Allein zu Haus' ist so flach und wenig überraschend, wie man es beim vorherigen Lesen der Handlung vermuten würde. In der zweiten Hälfte aber wird die Geschichte abgedrehter, es entwickelt sich eine wüste Komödie, mit einem kleinen Jungen, der zum einfallsreichen Teufel mutiert. Insgesamt besitzt der Film eine gutmütige Seite, die vor allem bei der Art ultramoderner Kids ankommt, die sich vom Weihnachtsmann erstmal den Personalausweis zeigen lassen." ("New York Times")

"John Hughes konnte der Versuchung nicht widerstehen, 'Kevin – Allein zu Haus' als sadistisches Prügel-Festival gegen Erwachsene anzulegen. Der Film wächst zu einer unglaublichen Three-Stooges-Schmerzorgie aus, bei der wir kichern und vor Freude klatschen sollen, wenn Kevin den Kopf des einen Ganoven mit der Lötlampe ankokelt und den anderen barfuß auf Glassplittern laufen lässt. ("Entertainment Weekly")

"Der Plot ist so unglaubwürdig, dass es einem schwerfällt, etwas zu empfinden für den Jungen in seiner Notlage. Ausgeglichen wird dieses Defizit allerdings von der begnadeten Vorstellung des kleinen Macaulay Culkin in der Titelrolle." (Rogert Ebert, "Chicago Sun-Times")

•Das sagte Macaulay Culkin:
"Ich hatte all den Ruhm, den man sich nur wünschen kann. Und lief davor weg."

"Ich bin mehr als nur Macaulay Culkin, der Kleine aus 'Kevin – Allein zu Haus'. Ich bin Macaulay Culkin, der Schauspieler."

•Das sagte Chris Columbus:
"Unsere Erwartungen waren sehr moderat. Das Studio meinte, wenn wir 40 Millionen Dollar einspielen, haben wir einen Hit. Der Film startete nicht in 3000, sondern weit weniger Kinos und weckte das Interesse, weil die Vorstellungen ständig ausverkauft waren. Nicht jeder kam rein, und die Mundpropaganda steigerte die Neugierde. Die Leute erzählten, wie toll sie den Film fanden, und dass sie ihn sich noch einmal anschauen wollen. Am Ende war er Wochenende für Wochenende die Nummer 1 in den Box Office Charts. So etwas passiert heutzutage nicht mehr."

•Das sagte Daniel Stern (Marv)
"Egal, wo ich bin, werden mir Zitate aus dem Film an den Kopf geworfen. Als ich 2003 auf Truppenbesuch in Bagdad war, war ich plötzlich von einem Haufen Kinder umzingelt, die alle laut 'Marv! Marv!' riefen. 16 irakische Kinder mitten in einem Kriegsgebiet… Dieser Film ist wirklich allgegenwärtig.“

Viralvideo: "Kevin – Allein zu Haus"-Remake: Millionen Menschen schauen sich diese Werbung freiwillig an