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Jan Josef Liefers: Der Filmstar über "Pets 2" und Hundeerziehung

Jan Josef Liefers ist in "Pets 2" wieder als Jack Russell Max zu hören. Im Interview sinniert er über mögliche Parallelen zur Rolle.

Jan Josef Liefers im Synchronstudio für "Pets 2"

Jan Josef Liefers im Synchronstudio für "Pets 2"

Schauspieler Jan Josef Liefers (54) kennen die meisten als Professor Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne im Münster-"Tatort". Doch er macht auch Familienfilme. Diese Woche startete die Fortsetzung "Pets 2" des Animationspaßes rund um die Abenteuer New Yorker Haustiere, wenn Frauchen und Herrchen außer Haus sind. Liefers spricht die Hauptfigur, den Jack Russell Max. Der bekommt diesmal Familienzuwachs und wird dadurch zum leicht neurotischen, überprotektiven Beschützer...

Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verrät Liefers unter anderem, wie er sich auf die Rolle vorbereitet hat, wer seine heimliche Lieblingsfigur im Film ist und ob es eine Parallele zur Rolle des Prof. Boerne gibt.

Was ist für Sie das Besondere an animierten Tierfilmen wie "Pets"?

Jan Josef Liefers: Wie sich Animationsfilme in den letzten Jahren von reinen Kinderfilmen hin zu Filmen entwickelt haben, die auch Erwachsene gern schauen, ist für mich ein großes Vergnügen. Schön an PETS ist, dass man sich doch immer mehr wiedererkennen kann. Als Vater von vier Kindern habe ich mich beim Schauen des Films dabei ertappt, vielleicht doch genauso ein Helikopter-Vater zu sein wie Max [Jack Russel im Film]. Max ist ein toller Charakter und jetzt zum zweiten Mal als Max im Studio gewesen zu sein, fand ich toll.

Welche Szene im zweiten Teil gefällt Ihnen besonders gut?

Liefers: Ich staune ja immer, wie die amerikanischen Kollegen es tatsächlich schaffen, den ersten Teil noch zu toppen. Der zweite Teil ist in vielerlei Hinsicht anders. Für meine Rolle Max ist es diesmal sehr viel emotionaler, weil er eine Art Vaterfigur für das Kind seines Frauchens wird. Er bürdet sich die ganze Verantwortung auf und übernimmt sich damit natürlich. Aber es gibt auch einiges an Action: Snowball muss einen jungen sibirischen Tiger aus dem Zirkus befreien und Gidget lernt so einiges dazu, um das Lieblingsspielzeug von Max aus einer Katzenhölle zu retten.

Zirkus kommt im Film allerdings nicht so gut weg. Was halten Sie davon?

Liefers: Als Kind sieht man eher nur das Bunte und Beeindruckende. Mir ging es zumindest so. Ich wollte eine Zeit lang sogar Artist werden und habe auch mal in einem Zirkus gejobbt. Doch wenn man wirklich hinter die Kulissen guckt, sieht man, wie viel die Schausteller jenseits des bunten Zeltes arbeiten - immer unterwegs zu sein, macht dieses Leben auch nicht einfacher... Das mit den Tieren ist ein anderes Thema. Die führen im Zirkus oft ein wirklich nicht so beneidenswertes Leben. Natürlich ist es toll, wenn man als Kind einen richtigen Löwen sehen kann. Letztendlich wünscht man den Tieren auch die Freiheit, in die sie eigentlich hineingeboren werden sollten.

Urlaub auf dem Land für großstadtneurotische Hunde. Wie gefallen Ihnen diese Szenen?

Liefers: Sehr gut. Da taucht meine heimliche Lieblingsfigur - neben Max - auf. Das ist der Truthahn. Ich habe mal einen Film auf dem Land gedreht und an meiner Jogging-Strecke gab es einen Bauernhof mit 20 Truthähnen. Immer, wenn ich daran vorbeigelaufen bin, habe ich das Truthahn-Geräusch nachgemacht. Dann sind sie in ihrem Gehege total ausgeflippt und haben zurückgerufen. Wenn einer anfängt, machen alle mit - und das klingt wirklich genauso wie im Film.

Wie haben Sie sich auf Ihre Rolle Max vorbereitet?

Liefers: Das habe ich intensiv gemacht. Bei uns im Garten habe ich an jeden Baum gepinkelt. Und ich habe mich mit meinem Hund unterhalten. Ich verstehe jetzt seine Sprache.

Wie viele Haustiere haben Sie?

Liefers: Wir haben zwei Hunde und eine Katze. Abbie ist eine abenteuerliche Jack-Russell-Chihuahua-Mischung. Optisch hat sich aber der Jack Russell durchgesetzt. Abbie und die Katze Tiger spielen viel zusammen. Der große Hund, Tony, ist der Chef. Er sorgt für Ordnung.

Wie schwer fällt Ihnen die Hundeerziehung?

Liefers: So schwer ist das gar nicht, man muss sich aber die Zeit nehmen. Wenn man sich einen Hund anschafft, sollte es eine Bezugsperson geben, die die Erziehung übernimmt und ein halbes Jahr lang die Grundlagen legt. Ohne geht es nicht, aber Hundeerziehung ist keine Raketentechnik. Man darf die Tiere nur nicht im Unklaren darüber lassen, wer der Chef ist - es sollte nie der Hund sein. Wenn der Mensch das Rudel führt, entspannt sich auch der Hund.

Können Ihre Hunde irgendwelche Kunststücke?

Liefers: Toni kann viele Kunststücke. Er gibt Pfötchen in beide Richtungen. Und er kann zwischen meinen Beinen im Slalom laufen. Wenn du "Peng" sagst, fällt er um. Er hat Spaß daran, Dinge zu lernen.

Haben Sie irgendeine Verbindung zwischen Max und Ihrer "Tatort"-Kultrolle Prof. Boerne entdeckt?

Liefers: Nein, überhaupt nicht. Max ist einfach ein leicht neurotischer Downtown-New-Yorker...

SpotOnNews