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Jan Ullrich Nach dem Absturz will er eine Therapie machen

Jan Ullrich: Nach dem Absturz will er eine Therapie machen
Bisher waren Til Schweiger und Jan Ullrich Freunde. Beide besitzen jeweils eine Finca auf Mallorca in direkter Nachbarschaft. Doch genau das wurde der Freundschaft nun zum Verhängnis: In einer nächtlichen Aktion soll Ullrich Schweiger körperlich angegangen sein. Die Folge: Eine Anzeige und das Ende der Promi-Freundschaft.
Schweiger schildert den Vorfall Gegenüber der Bild am Sonntag berichtet Til Schweiger, was sich zugetragen haben soll: „Er kam übers Tor, was wir nicht gesehen haben, weil wir im Poolhäuschen ein Musikvideo angesehen haben. Er ging sofort mit einem Besenstiel auf einen Freund von mir los.“ Sogleich habe er daraufhin die Polizei alarmiert, welche auch direkt angerückt sei: „Die kam dann auch, hat ihn in Handschellen abgeführt.“ Seinen Schritt an die Öffentlichkeit erklärt Schweiger der Bild gegenüber folgendermaßen: „Ich habe das nicht getan, um Jan zu verpetzen. Jan wirkte völlig zugedröhnt und nicht mehr zurechnungsfähig. Deshalb habe ich das angesprochen.“Ullrich erklärt sich „Ich bin zu Till rüber, weil ich hörte, dass er demnächst Mallorca wieder verlässt und wollte mich verabschieden. Ich habe gerufen, es hat mich keiner gehört, da habe ich einfach das Grundstück betreten. Im Garten war auch eine Person - ein Mitarbeiter von Till - die sich eine Zeitlang bei mir durchgefuttert und mich dann sogar bestohlen hat. Es gab Wortgefechte, auch mit Til, möglicherweise auch mal eine Berührung an der Schulter. Plötzlich sprang mich diese Person mit einem Kung-Fu-Tritt an. Ich konnte ausweichen, bin aber auf den Ellenbogen gefallen. Dann kam schon die Polizei.“ Die Verhaftung selbst habe in Ullrich ein schieres Trauma ausgelöst: „Ich konnte mich mit den Beamten nicht verständigen, sie sprachen nur Spanisch, verstanden kein Englisch. Ich konnte keinen Anwalt anrufen. Ich musste alles bis auf die Hose ausziehen. In der Zelle gab es nur eine Pritsche und ein Handtuch. Überall Kot und Urin auf dem Boden und an den Wänden.“ Er habe Platzangst bekommen und nicht schlafen können. Ullrich gesteht: „Es war eine der härtesten Prüfungen meines Lebens.“Therapie gegen Alkohol- und Drogenprobleme Aufgrund des Vorfalls gab der 44-Jährige erstmals zu, Drogen und Alkohol konsumiert zu haben. In einem Statement kündigt er an, Lehren aus seinem Verhalten ziehen zu wollen: „Aus Liebe zu meinen Kindern mache ich jetzt eine Therapie. Die Trennung von Sara (nach 12 Ehejahren, Anm. d. Red.) und die Ferne zu meinen Kindern - die ich seit Ostern nicht gesehen und kaum gesprochen habe, haben mich sehr mitgenommen. Dadurch habe ich Sachen gemacht und genommen, die ich sehr bereue.“ Til Schweiger befürwortet die Pläne des Ex-Radsportprofis: „Wenn er den Versuch unternimmt, wäre das toll. Dann hätte das, was geschehen ist, etwas Gutes. Ich würde mich sehr für ihn freuen, genau wie seine wahren Freunde oder seine Kinder, die ihn abgöttisch lieben. Wenn Jan Hilfe sucht, bin ich der Erste, der ihm hilft.“
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Eine Nacht hat Jan Ullrich in einer Zelle verbracht. Nun erklärt der ehemalige Radprofi in "Bild", dass er eine Therapie machen wolle.

Der ehemalige Radprofi Jan Ullrich (44) ist auf Mallorca nach einer Auseinandersetzung auf dem Grundstück von Schauspieler und Regisseur Til Schweiger (54, "Kokowääh") vorübergehend festgenommen worden. In einem "Bild"-Interview erklärt Ullrich nun: "Aus Liebe zu meinen Kindern mache ich jetzt eine Therapie. Die Trennung von Sara und die Ferne zu meinen Kindern - die ich seit Ostern nicht gesehen und kaum gesprochen habe, haben mich sehr mitgenommen. Dadurch habe ich Sachen gemacht und genommen, die ich sehr bereue." Der 44-Jährige bestreite, süchtig zu sein, heißt es weiter.

Über den Vorfall auf dem Anwesen seines Nachbarn Til Schweiger sagt Ullrich, dass er sich von diesem verabschieden wollte. Da sein Rufen niemand gehört habe, habe er das Grundstück betreten. Er hätte im Garten eine Person getroffen: "Es gab Wortgefechte, auch mit Til, möglicherweise auch mal eine Berührung an der Schulter." Er fühlte sich von der Person aus dem Garten angeblich attackiert, sei ausgewichen und auf den Ellenbogen gefallen. "Dann kam schon die Polizei." Er sei erst in die Klinik gebracht worden, danach in eine Gefängniszelle.

Die Zeit im Gefängnis schildert er in "Bild" als "eine der härtesten Prüfungen meines Lebens", erzählt unter anderem: "Überall Kot und Urin auf dem Boden und an den Wänden. Ich habe Platzangst bekommen, konnte nicht schlafen." Zu Schweiger muss Ullrich nun mindestens 50 Meter Abstand halten. Der Filmstar hatte in der "Bild am Sonntag" über den Vorfall gesagt: Ullrich sei uneingeladen auf seinem Grundstück aufgetaucht, sei aggressiv gewesen. Schweiger habe daraufhin die Polizei verständigt. Die beiden kennen sich laut Schweiger seit zwei Jahren, sind Nachbarn auf Mallorca.

Trennung von der Familie

Anfang Juni bestätigte Ullrich der "Bild am Sonntag" die Trennung von Ehefrau Sara. Das Paar hat 2006 geheiratet. Dem Magazin "Bunte" sagte er kurz darauf: "Ich dachte immer, Sara kommt zu mir zurück. Ich habe sechs Monate keinen Tropfen Alkohol angerührt. Erst seit Ostern trinke ich wieder."

Jan Ullrich ist bisher der einzige deutsche Radfahrer, der die Tour de France gewinnen konnte. Das war 1997. Im Jahr 2000 wurde er Olympiasieger. Später wurden Dopingvorwürfe laut. Im Jahr 2007 hängte er seine Profikarriere an den Nagel.

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