Japan Geburtsfieber im Kaiserhaus


Prinzessin Kiko ist schwanger - Japan ist aus dem Häuschen. Denn alle beschäftigt die Frage: Wird es Junge oder ein Mädchen? Das Land braucht einen Thronfolger.

Ganz Japan fiebert dem September entgegen: Anfang des Monats soll Prinzessin Kiko nach einem Fernsehbericht ihr Baby zur Welt bringen. Dann wird sich entscheiden, ob in der japanischen Kaiserfamilie erstmals seit 1965 wieder ein männlicher Thronfolger geboren wird.

Als möglichen Geburtstermin nannte der Fernsehsender NHK den 6. September. Dem Bericht zufolge soll die Geburt per Kaiserschnitt erfolgen. Bereits zuvor hatte das Haushofamt mitgeteilt, dass Komplikationen während der Schwangerschaft einen operativen Eingriff vermutlich notwendig machen würden. Ein genaues Datum war jedoch nicht genannt worden.

Eltern wollen sich überraschen lassen

Ein Sprecher des Haushofamts bekräftigte am Dienstag, er habe keine Informationen über den Entbindungstermin. In der japanischen Boulevardpresse wurde bereits heftig darüber spekuliert, ob es sich bei dem Kind um einen Jungen und damit um einen Anwärter auf den Thron handelt. . In der japanischen Kaiserfamilie ist seit 1965 kein männlicher Nachkomme mehr geboren worden. Das Haushofamt teilte jedoch mit, vor der Geburt keine Informationen herauszugeben, zumal sich die Eltern selbst überraschen lassen wollten.

Die Nachricht über Kikos Schwangerschaft hatte Hoffnungen auf einen männlichen Thronfolger geweckt. Danach waren Pläne auf Eis gelegt worden, auch Mädchen Anspruch auf die Thronfolge einzuräumen. Eine Änderung hätte den Weg freigemacht für die vierjährige Prinzessin Aiko. Sie ist die Tochter von Kronprinz Naruhito und seiner Frau Masako. Die 39-jährige Kiko ist mit Naruhitos jüngerem Bruder Akishino verheiratet. Die beiden haben bereits zwei Töchter.

Reuters Reuters

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