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Untersuchung von al Dschasira: Jassir Arafat wurde möglicherweise vergiftet

Einem Fernsehbericht zufolge ist der vor acht Jahren gestorbene Palästinenserführer Jassir Arafat möglicherweise vergiftet worden. Arafats Witwe will die Überreste ihres Mannes nun exhumieren lassen.

Der legendäre Palästinenserführer Jassir Arafat ist möglicherweise durch radioaktives Gift ums Leben gekommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom arabischen Nachrichtensender al Dschasira in Auftrag gegebene Untersuchung.

Der Sender ließ Kleidungsstücke und andere Gegenstände, die der PLO-Führer in den Tagen vor seinem Tod benutzt oder getragen hatte, von einem Labor im Schweizer Lausanne untersuchen. Dabei fanden die Forscher erhöhte Werte des radioaktiven Stoffes Polonium-210. Mit diesem Gift war 2006 in London der russische Ex-Geheimdienstagent und Regimekritiker Alexander Litwinenko getötet worden. Das Institut erklärte, eine abschließende Beurteilung der Todesursache sei aber nur durch eine Untersuchung der sterblichen Überreste Arafats möglich.

Arafat war im November 2004 nach langer Krankheit im Alter von 75 Jahren in einem Militärkrankenhaus im französischen Clamart gestorben.

fle/DPA / DPA