Kriegsreporterin Antonia Rados war eine der ersten TV-Krisenreporterinnen. Nun hört sie auf. Rückblick auf eine mutige Karriere

Rados unterwegs mit der deutschen Bundeswehr
Antonia Rados unterwegs mit der deutschen Bundeswehr während des Einsatzes in Kundus
© Privatarchiv Antonia Rados / Brandstätter Verlag
Mehr als 40 Jahre berichtete die Kriegsreporterin von dort, wo die Welt brennt. Sie traf Diktatoren und berichtete von Krisen weltweit. Antonia Rados über ein Berufsleben im Krieg.

Frau Rados, mehr als 40 Jahre lang haben Sie aus Kriegs- und Krisengebieten berichtet. Die vergangenen 25 Jahre vor allem für RTL und ntv. Jetzt hören Sie auf, die Ukraine war Ihr letzter Einsatzort als Reporterin. Verabschieden Sie sich damit komplett vom Journalismus?
Kriegsjournalismus kann man nur 200-prozentig machen oder gar nicht. Ich habe manchmal gehungert, gefroren, auf dem Boden geschlafen. Ich hatte Angst. Wie also geht es einem, wenn man das beendet? Gut!

Wo steht Ihr Reporterrucksack jetzt?
Die kugelsichere Weste habe ich beim Sender abgegeben, und so langsam entledige ich mich auch aller möglichen Stiefel und sonstiger Ausrüstung. So kann ich das Berufsleben in jeder Beziehung abschließen.


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