Die USA und Israel greifen weiter den Iran an, Teheran schlägt zurück. Durch die Straße von Hormus kommt nur noch jedes zehnte Schiff. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Wichtige Updates
Matthias Urbach
Eskalation im Iran – die Lage im Überblick:
- Die USA und Israel greifen weiter den Iran an.
- Ali Chamenei, der getötete Oberste Führer des Irans, sollte eigentlich am Mittwochabend beigesetzt werden. Das Staatsbegräbnis wurde offenbar verschoben.
- Berichten zufolge soll sein Sohn Modschtaba die Nachfolge antreten, Israel droht bereits mit Tötung.
- Israel kündigt nächste Phase des Kriegs an
- Irans Außenminister schließt im Moment Verhandlungen und Waffenruhe aus
- Schiffsverkehr in Straße von Hormus laut Experten um 90 Prozent eingebrochen
- Trump will nächstes Staatsoberhaupt des Iran mitbestimmen
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Matthias Urbach
Ein Drohnenangriff auf ein von einer US-Firma betriebenes Ölfeld im irakischen Kurdistan hat die Produktion zum Erliegen gebracht. Dies teilt ein Ingenieur der Firma HKN Energy mit. Kurdische Offizielle geben mit dem Iran verbündeten irakischen Milizen die Schuld, bekannt hat sich bislang offenbar niemand.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Matthias Urbach
Bei einem Treffen mit dem Fußball-Team Inter Miami spricht Trump von einer „freundlichen Übernahme“ Kubas, sobald er mit dem Iran fertig sei. Mehr dazu unserem aktuellen Beitrag.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Matthias Urbach
In Bahrains Hauptstadt Manama sind zwei Hotels und ein Wohngebäude von iranischen Geschossen getroffen worden. Das berichtet das dortige Innenministerium. Es sei niemand ums Leben gekommen.
Saudi-Arabien berichtet derweil, Raketen abgefangen zu haben. „Drei ballistische Raketen, die in Richtung des Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkts abgefeuert worden waren, wurden zerstört."
Saudi-Arabien berichtet derweil, Raketen abgefangen zu haben. „Drei ballistische Raketen, die in Richtung des Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkts abgefeuert worden waren, wurden zerstört."
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Matthias Urbach
Die US-Streitkräfte haben im Krieg gegen den Iran nach eigenen Angaben bislang über 30 Schiffe versenkt. Darunter befinde sich auch ein Drohnenschiff, teilt das Militär mit. Die Zahl der iranischen Angriffe mit ballistischen Raketen sei seit Kriegsbeginn auf ein Zehntel zurückgegangen, sagt Admiral Brad Cooper.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Matthias Urbach
Die Ukraine unterstützt die USA künftig bei der Abwehr iranischer Drohnen. Man habe eine entsprechende Anfrage aus Washington erhalten, erklärt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X. Er werde Spezialisten und Ausrüstung schicken, um beim Schutz vor „Schahed“-Drohnen zu helfen.
Die Ukraine hat im Abwehrkampf gegen Russland umfangreiche Erfahrungen mit den iranischen Kamikaze-Drohnen gesammelt. Selenskyj möchte ukrainische Abfangdrohnen gegen Patriot-Luftabwehrraketen tauschen.
Die Ukraine hat im Abwehrkampf gegen Russland umfangreiche Erfahrungen mit den iranischen Kamikaze-Drohnen gesammelt. Selenskyj möchte ukrainische Abfangdrohnen gegen Patriot-Luftabwehrraketen tauschen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Tim Schulze
Trump: Großteil der iranischen Raketen ist zerstört
Die Luftabwehr und die Raketen des Irans sind nach der Darstellung von US-Präsident Donald Trump bereits ganz oder in großen Teilen zerstört. „Sie haben also keine Luftwaffe mehr, sie haben keine Luftabwehr mehr. Alle ihre Flugzeuge sind weg“, sagt Trump in Washington. Zudem seien ihre Raketen zu 60 und ihre Abschussvorrichtungen zu 64 Prozent ausgeschaltet, sagte er. „Sobald sie eine Rakete abschießen, wird die Abschussrampe innerhalb von vier Minuten getroffen.“
Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. Neben dem Nuklearprogramm und der Marine hatte die US-Regierung das Raketenprogramm des Irans zuvor als wichtigstes Kriegsziel genannt.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Tim Schulze
Nach einem Fluchtaufruf für einen Großteil der Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut beginnt Israels Militär am Abend dort mit Angriffen. Die Armee habe „Hisbollah-Infrastruktur“ ins Visier genommen, teilt das israelische Militär mit. Einwohner berichteten von lauten Explosionen und aufsteigendem schwarzem Rauch nach einem Angriff in dem Viertel Haret Hreik. Auch aus anderen Gegenden der Stadt gibt es Berichte über zerborstene Fensterscheiben aufgrund der heftigen Explosionen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Tim Schulze
Die Bombardierung einer Mädchenschule beschäftigt weiter die Welt. Einer Recherche der „New York Times“ wurde das Schulgebäude am ersten Kriegstag zerstört, als die US-Luftwaffe in der Gegend Angriffe flog. Eine Auswertung von Satellitenbildern, verifizierten Videos und Beiträgen in den sozialen Medien habe ergeben, dass das Schulgebäude durch einen präzisen Schlag schwer beschädigt worden sei, der zeitgleich mit Angriffen auf einen angrenzenden Marinestützpunkt stattgefunden habe. Dieser werde von Irans Revolutionsgarden betrieben.
Die Zeitung legt sich in ihrem Bericht jedoch nicht fest, dass der Angriff tatsächlich von US-Streitkräften ausgeführt wurde.
Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben am Samstagmorgen mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen.
Die Zeitung legt sich in ihrem Bericht jedoch nicht fest, dass der Angriff tatsächlich von US-Streitkräften ausgeführt wurde.
Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben am Samstagmorgen mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Tim Schulze
Irans Luftstreitkräfte haben in zwei neuen Wellen Raketen auf Israel gefeuert. Dabei seien auch Gefechtsköpfe mit Streumunition zum Einsatz gekommen, berichtet der staatliche iranische Rundfunk. „Raketenregen auf dem Weg nach Tel Aviv“, betitelt der Rundfunk ein Video, das Leuchtspuren der sogenannten Clustermunition zeigen soll. In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst. Bislang liegen laut israelischen Medien keine Berichte über Verletzte vor.
Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist.
Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Tim Schulze
Ein zur Rückholung gestrandeter Franzosen Richtung Dubai gestarteter Air France-Flug muss wegen Raketenbeschusses in der Region umkehren. „Diese Situation zeugt von der Instabilität in der Region und der Komplexität der Rückholaktionen“, sagt Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot. Die Regierung hatte das Flugzeug gechartert, um französische Staatsbürger zurück nach Paris zu fliegen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Tim Schulze
Die Nato erhöht nach dem Abschuss einer in Richtung Türkei fliegenden iranischen Rakete ihre Abwehrbereitschaft. Die Allianz habe ihre Raketenabwehr im gesamten Bündnisgebiet verstärkt, erklärt der Sprecher des obersten Nato-Kommandos in Europa, Martin O'Donnell, am Donnerstag in Online-Netzwerken. Sie solle auf diesem "erhöhten Niveau" bleiben, bis die Bedrohung durch die "wahllosen Angriffe des Iran in der gesamten Region" nachlasse. Einzelheiten zu den vorgenommenen Änderungen könne er aus operativen Gründen nicht nennen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Tim Schulze
Israel kündigt "nächste Phase" im Iran-Krieg an
Israel hat eine neue Etappe im Krieg gegen den Iran angekündigt. "Wir gehen nun zur nächsten Phase der Operation über", sagt der israelische Armeechef Ejal Samir in einer Fernsehansprache. "In dieser Phase werden wir die Zerschlagung des Regimes und seiner militärischen Kapazitäten fortsetzen." Die israelische Armee plane "weitere Überraschungen", die er noch nicht enthüllen wolle.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Tim Schulze
Die Bundesregierung will nach drei Sonderflügen aus dem Oman auch aus der saudischen Hauptstadt Riad in der Nahost-Region gestrandete Deutsche in die Heimat zurückbringen. Das kündigte Außenminister Johann Wadephul (CDU) auf Instagram an.
Nach einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Papier des Auswärtigen Amts zur Information des Bundestages soll der Flug aus Saudi-Arabien am Sonntagnachmittag mit einer gecharterten Maschine der Fluggesellschaft Sundair organisiert werden. Zur Vorbereitung der Ausreise sollen besonders verletzliche Deutsche wie Schwangere, Kranke oder Ältere auf dem Landweg aus dem Golfemirat Katar nach Riad gebracht werden.
Nach einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Papier des Auswärtigen Amts zur Information des Bundestages soll der Flug aus Saudi-Arabien am Sonntagnachmittag mit einer gecharterten Maschine der Fluggesellschaft Sundair organisiert werden. Zur Vorbereitung der Ausreise sollen besonders verletzliche Deutsche wie Schwangere, Kranke oder Ältere auf dem Landweg aus dem Golfemirat Katar nach Riad gebracht werden.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Stefan Düsterhöft

Iran: keine Verhandlungen, keine Waffenruhe
Der Iran strebt laut Außenminister Abbas Araghtschi derzeit weder eine Waffenruhe noch Verhandlungen mit den USA an. „Wir fordern keine Waffenruhe“, sagt Araghtschi dem US-Sender NBC News. „Wir sehen keinen Grund, warum wir mit den USA verhandeln sollten.“
„Wir haben zweimal mit ihnen verhandelt, und jedes Mal haben sie uns mitten in den Verhandlungen angegriffen“, so Araghtschi weiter. Mit Blick auf eine mögliche Bodenoffensive gegen den Iran sagt Araghtschi, ein solcher Schritt würde für die Feinde Teherans mit einer „Katastrophe“ enden. „Wir warten auf sie“, sagt der iranische Außenminister. „Wir sind zuversichtlich, dass wir ihnen die Stirn bieten können.“
Zu der für den Welthandel wichtige Straße von Hormus sagt Araghtschi, der Iran habe „derzeit nicht die Absicht“, die Meerenge abzusperren. „Aber wenn der Krieg weitergeht, werden wir jedes Szenario in Betracht ziehen.“
Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus ist nahezu zum Erliegen gekommen, die Öl- und Gaspreise stiegen dadurch weltweit deutlich an.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
DPA · AFP · Reuters
due / rw