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Sängerin Blümchen: Was macht eigentlich ... Jasmin Wagner?

Als Sängerin Blümchen wurde Jasmin Wagner Mitte der 90er Jahre zum Teenie-Idol – mit Hits wie "Herz an Herz".

Von Sabine Hoffmann

Was macht eigentlich ... Jasmin Wagner?

Jasmin Wagner, 37, am Rande eines Theatergastspiels in Berlin.

Als Teenager zählten Sie zu den erfolgreichsten Künstlerinnen Deutschlands. Mittlerweile sind Sie 37. Wann hat Sie zuletzt jemand Blümchen genannt?

Das passiert so gut wie nie. Sicher liegt das auch daran, dass ich 1,78 Meter groß bin. Ich sage mal so: Der Drops ist gelutscht!

Sie hatten mit 15 Ihren ersten Hit. Wie war das damals, plötzlich der Popstar auf dem Pausenhof zu sein?

Ein bisschen irritierend. Ich war auf einer Gesamtschule mit fast 2000 Schülern. Normalerweise ist man da eine von vielen. Plötzlich wurde ich in den Fokus gerückt, schon morgens vor der Schule stürmten die Kleinen auf mich zu und wollten Autogramme. Über die Monate machte mich das zu einer pünktlicheren Schülerin. Morgens lief ich vor allen anderen über den Schulhof, um dem Spießrutenlauf auszuweichen – obwohl ich sonst immer zwei, drei Minuten zu spät dran war.

Ehemalige Teenie-Stars klagen später oft über den Neid der Freunde. Sie auch?

Nein. Mit vielen meiner Freundinnen von damals bin ich bis heute befreundet. Vermutlich, weil ich sie früh involvierte, zu Festivals oder auf Reisen mitnahm. Damals wollte die "Bravo" immerzu neue Geschichten mit mir machen. Ich habe dann mit meinen Freundinnen beraten, worauf sie Lust hätten, und wir erstellten eine Liste. Da stand dann plötzlich: Mit Delfinen schwimmen wäre cool! Oder: Es ist doch gerade Winter, lass uns einen Snowboardkurs machen! Das haben wir dann alles gemeinsam für "Bravo"-Storys gemacht.

Damals hing Ihr Bild in vielen Teenie-Zimmern. Was passiert, wenn sich pubertierende Jungs in das Mädchen vom Poster verlieben?

Bei Konzerten flogen Boxershorts auf die Bühne. Jungs standen vor mir und wurden plötzlich ohnmächtig. Manche ließen sich mein Gesicht auf den Körper tätowieren oder speckten für mich ab. Als Kompliment habe ich das alles aber nie verstanden.

Jungstars machen oft mit Alkohol- und Drogengeschichten Schlagzeilen. Ihr größter Exzess?

Natürlich habe ich mit allen möglichen Sachen experimentiert. Allerdings nur bis zu einer bestimmten Grenze. Ich habe auf Partys Leute beobachtet, die sich unter Drogeneinfluss sehr merkwürdig benahmen. Einmal zog sich eine sehr schöne Moderatorin eines Musikfernsehsenders nackt aus und krabbelte auf allen vieren herum. So wollte ich keinesfalls enden.

Von Blümchen zum Theaterstar: Jasmin Wagner über Stalker, Geld und 90er-Jahre-Partys
Jasmin Wagner

In ihrer Heimatstadt Hamburg war Jasmin Wagner, 36, gerade auf der Bühne des Ernst Deutsch Theaters zu sehen. "Liebeslügen" heißt das Stück von Ildiko von Kürthy und handelt vom Fremdgehen und Vertrauensbrüchen.  "Ich bin frisch verheiratet und das ist so ein Thema, in dem man gedanklich noch nicht landen möchte", sagt Wagner. "Mein Mann hat mich den Text in den Flitterwochen abgefragt und war teilweise schockiert, weil wir beide noch auf dieser rosa Wolke sind. Er wollte immer wissen, ob das wirklich so ist unter Frauen. Ist natürlich zugespitzt - aber ich mag, dass in dem Stück Tacheles geredet wird."

Es ist Jasmin Wagners zehntes Jahr als Theaterschauspielerin. Angefangen hat alles aber ganz anders...


Mittlerweile sind Sie Theaterschauspielerin. Wie läuft’s?

Danke, sehr gut! Inzwischen arbeite ich seit zehn Jahren am Theater. Meistens werde ich an den Häusern, an denen ich gespielt habe, wieder engagiert, oder die Regisseure wollen wieder mit mir arbeiten. Dieses Jahr war ich schon zweimal auf Tournee. In Berlin hatte ich zudem Premiere mit dem Stück "Fehler im System", das jetzt für den renommierten Monica-Bleibtreu-Preis nominiert ist. Am 18. Juni fällt die Entscheidung. Aufregend!

Früher hatten Sie das Image des unschuldigen Blümchens. Welche Rollen spielen Sie heute?

Starke Frauen, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen.

Schleichen sich die Figuren auch manchmal in Ihren Alltag ein?

Definitiv. Wenn ich längere Zeit eine herrische, dominante Frau spiele, kann ich das manchmal nicht sofort ablegen. Schon öfter meinte mein Mann am Telefon: "Oh, ich spreche gerade nicht mit Jasmin, sondern mit ihrer Rolle!"

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.