Johannes Heesters Jopie bereut Hitler-Äußerungen


Keine Ruhe am 105. Geburtstag: Nachdem sich Johannes Heesters einen Tag vor seinem Wiegenfest bei einem Interview gesagt hat, dass Hitler "ein guter Kerl" gewesen sei, rudert er jetzt zurück. Dafür benutzt er dramatische Worte.

"Unser Leben wird dadurch zerstört", sagt Johannes Heesters. Der Entertainer sieht sich nach einer Aussage zu Adolf Hitler in einem TV-Interview mit Negativ-Schlagzeilen konfrontiert - und bereut das Gespräch. "Es wäre besser gewesen, ich hätte dieses Interview niemals gegeben. Die haben mir die Antworten förmlich in den Mund gelegt", zitierte die "Bildzeitung" am Freitag den Entertainer.

Jopie Heesters hatte laut "Bildzeitung" in einem Fernsehinterview mit einer niederländischen Satire-Sendung auf die Frage, ob Hitler ein netter Bursche gewesen sei, geantwortet, er kenne Adolf Hitler wenig, aber dieser sei "ein guter Kerl" gewesen. Seine Frau Simone Rethel-Heesters, die an dieser Stelle eingriff, erklärte später in einer Presseerklärung, der der AP vorliegt, der Interviewer habe ihrem Mann Jopie "diese schreckliche Antwort" in den Mund gelegt.

Ihr Mann habe sich während des Interviews sehr wohl gegen das Regime geäußert und in der Vergangenheit hundertfach zum Ausdruck gebracht, für Hitler und seine Gefolgsleute stets nur Verachtung übrig gehabt zu haben. "Ich bin im Nachhinein überzeugt davon, dass diese plötzliche Provokation kein Zufall gewesen ist", schrieb Rethel-Heesters weiter. Mit der Ausstrahlung versuche man zweifellos, das Lebenswerk ihres Mannes zu zerstören. Seit dem 21. November ist Heesters in der Hamburger Komödie Winterhuder Fährhaus in dem Musikstück "Im Weißen Rössl" mit einem kurzen Auftritt als der österreichische Kaiser Franz Joseph zu sehen. Diese Rolle sollte er auch an seinem Geburtstag am Freitagabend spielen. Für den Anschluss an die Inszenierung war eine kleine Feier für Heesters geplant.


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