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Katie Price im britischen Dschungelcamp: Das Boxenluder gibt auf

Kakerlaken, Känguru-Hoden, Würmer: Sieben Mal in Folge wurde Katie Price von den Zuschauern des britischen Dschungelcamps zur Prüfung geschickt. Am Sonntagabend gab das Boxenluder unter Tränen auf: "Ich ertrage das nicht mehr länger."

Von Frank H. Diebel, London

Lebende Kakerlaken kauen, durch rattenverseuchte Höhlen kriechen und mit 60.000 Insekten in einer Plastikröhre kuscheln - all das musste Glamour-Model Katie "Jordan" Price bereits in der Reality-Show "I'm a celebrity, get me out of here" (britische Version von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus") über sich ergehen lassen. Siebenmal hintereinander wurde Price von den Zuschauern für die ekligen Dschungelprüfungen auserkoren. Damit ist sie vermutlich die meistgehasste Reality-Show-Teilnehmerin aller Zeiten. Am Sonntagabend hielt sie dem Druck nicht mehr stand.

Als Price erneut zur Dschungelprüfung nominiert wurde, brach die 31-Jährige in Tränen aus. "Ich ertrage das nicht länger", jammerte Price. "Die Leute hassen mich ja noch mehr, als ich dachte", sagte das Busenwunder schluchzend. Schließlich hat sie den entscheidenden Satz gesagt: "Ich bin ein Star, holt mich hier raus." Price hat das Dschungelcamp freiwillig verlassen, weil sie mit den Nerven am Ende war.

Dabei war das einstige Boxenluder eine Dschungel-Veteranin. Vor vier Jahren nahm sie schon einmal an der Show teil, lernte damals in der Trash-Sendung Peter Andre kennen. Vor laufenden Kameras hatten beide eine heiße Affäre und sogar Sex. Es funkte so heftig, dass aus dem Liebes- ein Ehepaar wurde, bis Andre ihr im Frühjahr diesen Jahres den Laufpass gegeben hat. Da kam das Angebot von ITV für Price gerade recht: 390.000 Euro hatte der Sender geboten, wenn sie sich noch einmal in den Dschungel begibt. Ein saftiger Zuschlag, denn die anderen Promis müssen sich mit 72.000 Euro begnügen.

Doch dass dies kein leicht verdientes Geld werden würde, bekam Price gleich am Anfang der Show zu spüren. Pausenlos wurde "Pricey" - wie sie sich selbst gerne nennt - von den Zuschauern verdonnert, Dschungelprüfungen über sich ergehen zu lassen. Sie musste ihr Gesicht in einen mit Froschschleim und Mehlwürmer-Laven gefüllten Eimer tunken, Kakerlaken über ihren Körper krabbeln lassen und Känguru-Hoden und Fisch-Augen essen. Trotz Panikattacken, Würganfällen und Schreikrämpfen hielt sie durch - bis gestern.

Während Price litt, scheint der Dschungelaufenthalt für die anderen Teilnehmer, zu denen auch US-Schauspieler George Hamilton und 80er-Jahre-Popsternchen Sam Fox gehören, bisher wie Urlaub zu sein. Denn obwohl sie sichtlich genervt war, wenn Fox ebenfalls in knappen Bikinis im Camp auf- und ab stolzierte, verzichtete Price auf einen Zickenkrieg mit der blonden Sängerin. Wahrscheinlich aus Angst, sich beim Fernsehpublikum noch unbeliebter zu machen.

Dass sie bei den Briten nicht sonderlich beliebt ist, hätte Price eigentlich schon auffallen müssen. Seit sich Peter Andre im Mai von ihr trennte, liefern sich beide in den Medien einen Rosenkrieg, bei dem die Sympathien der Leser eindeutig verteilt sind. Während sich Andre meist in Schweigen hüllt - wegen der Kinder, wie er sagte -, versorgt die dralle Sexbombe die Klatschspalten munter mit intimen Details aus ihrem Eheleben. Da wundert es nicht, dass "Team Price" gegen "Team Andre" in der Sympathiewertung mächtig ins Schleudern geraten ist.

Doch nach dem Aus beim Dschungelcamp naht jetzt Rettung für Price. Ihr neuer Freund, der britische Käfigkämpfer Alex Reid, hat sich auf den Weg ins australische Dschungelcamp gemacht, um dort um ihre Hand anzuhalten. Der knallharte Cage Fighter spart schon seit Wochen für einen Ring. 22.000 Euro will er für das Schmuckstück mit pinkfarbenen Diamanten auf den Tisch blättern: "Das wird der Ring für die Prinzessin sein, die sie ist." Zweifel, dass sie nein sagen könnte, hat er keine: "Sie wird ja sagen", freut sich Reid. Immerhin würde Price dann zum zweiten Mal mit einem künftigen Ehemann aus dem Dschungel zurückkehren.

Mitarbeit: Jens Maier