HOME

Kindesmissbrauchsskandal um Jimmy Savile: Ex-Popstar Gary Glitter festgenommen

Glitter saß bereits drei Jahre wegen Kindesmissbrauchs im Gefängnis. Nun soll er auch in den seit Wochen laufenden Kindesmissbrauchsskandal um Jimmy Savile verwickelt sein, Glitter wurde festgenommen.

Der britische Glam-Rock-Star Gary Glitter ist am Sonntagmorgen in London wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch festgenommen worden. Ein Sprecher der Kriminalpolizei Scotland Yard teilte mit, ein "Mann in seinen Sechzigern" sei im Zuge der Ermittlungen #Link;http://www.stern.de/panorama/missbrauchs-skandal-um-jimmy-savile-bbc-geraet-weiter-unter-druck-1914776.html;wegen des verstorbenen Fernsehstars Jimmy Savile# in Gewahrsam genommen worden. Medien identifizierten den Verdächtigen als den vor allem in den 1970er Jahren erfolgreichen Musiker.

Der 68-jährige Glitter, der bürgerlich Paul Gadd heißt, war 2006 in Vietnam #Link;http://www.stern.de/lifestyle/leute/vietnam-ex-rockstar-glitter-muss-ins-gefaengnis-557039.html;zu einer Gefängnisstrafe verurteilt# worden, weil er zwei elf- und zwölfjährige Mädchen missbraucht haben soll. Glitter hatte die Tat stets abgestritten. Nach seiner Entlassung 2008 musste er sich zurück in London in ein Register von Sexualstraftätern eintragen und die Polizei über seine Aufenthaltsorte informieren. Glitter trat als Glam-Rocker in extravaganten Outfits auf und verkaufte mehr als 20 Millionen Alben. Zu seinen größten Hits zählen Lieder wie "I'm The Leader Of The Gang (I Am)" und "Rock and Roll (Parts 1 and 2)".

Scotland Yard hatte kürzlich wegen des Verdachts auf "Missbrauch in noch nie dagewesenem Ausmaß" durch den Fernsehmoderator Savile Ermittlungen eingeleitet. Der frühere Moderator und DJ Savile ("Top of the Pops"), der vor rund einem Jahr mit 84 Jahren starb, soll über 40 Jahre lang unzählige Mädchen sexuell missbraucht und dabei auch seine prominente Stellung bei der BBC ausgenutzt haben. Die Polizei geht von 300 möglichen Opfern aus. Savile war 2011 im Alter von 84 Jahren gestorben.

ger/DPA/AFP / DPA