"Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas" Ein- und zweiarmige Banditen


Wer ein- von zweiarmigen Banditen unterscheiden kann, ist bei "Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas" klar im Vorteil, aber noch längst nicht aus dem Schneider ...

"Glitter Gulch", "Sin City", "City of Lights" - Spitznamen für Las Vegas gibt es viele. Nun kommt ein neues Synonym hinzu: "Terroristennest": Finstere Gestalten haben sich in der ganzen Stadt breitgemacht und zahlreiche Geiseln in ihre Gewalt genommen. Ihre Forderung soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Was aber verraten werden kann, ist, dass Team Rainbow dem Treiben ein Ende bereiten muss.

Aus diesem Grund kämpft sich der Spieler durch eine Hand voll grafisch opulent in Szene gesetzter Schauplätze, die allesamt in und um Las Vegas angesiedelt sind. Die meiste Zeit schaltet er Terroristen in Casinos aus, aber auch an anderen Lokalitäten geht's zur Sache. Der erste Einsatz, der das Team nach Mexiko führt, stellt eine Art Trainingslager dar, in dem man sich mit der Ausrüstung im Speziellen und der Steuerung im Allgemeinen vertraut macht.

Das Arsenal umfasst unter anderem Maschinenpistolen, Sturmgewehre und Schrotflinten; Splitterhand-, Blend- und Rauchgranaten dürfen ebenfalls nicht fehlen. Für den nötigen Durchblick sorgen Wärmeoptik, Nachtsichtgerät und die Snake Cam, die der Spieler unter Türen durchschiebt und bereits dem Tom-Clancy-Agenten Sam Fisher in seinen "Splinter Cell"-Abenteuern gute Dienste geleistet hat.

Wie in allen bisherigen "Rainbow Six"-Games ist taktisches Vorgehen unerlässlich. Der Spieler, der hier in die Kevlarweste des Elite-Soldaten Logan Keller schlüpft, muss seinen zwei Mitstreitern sagen, wo es langgeht. Er kann seinen CPU-gesteuerten Kameraden unter anderem befehlen, Türen einzutreten und eine Tränengas- oder Blendgranate zu werfen. Aber auch das Abseilen an den Glasfassaden der Casinos beherrscht das Trio. Besonders cool: Der Spieler kann sich mit dem Kopf nach unten am Seil entlang hangeln, um so die Lage zu sondieren ...

Das größte Hilfsmittel des Teams ist jedoch die Deckung. Ob Wände, Tresen oder Spielautomaten - sobald der der linke Trigger gedrückt wird, schmiegt sich der Protagonist an das Objekt an. Aus dieser Position heraus kann er um die Ecke lugen und sich so einen Überblick verschaffen. Bei andauerndem Feindbeschuss empfiehlt es sich, einfach "blind" um die Ecke zu halten. Die KI der Gegner ist größtenteils erschreckend gut. Die Terroristen gehen in Deckung, versuchen, von der Seite anzugreifen und ziehen sich in höhere Positionen zurück. Dies resultiert in Verbindung mit dem recht hohen Realismusgehalt - ein, zwei Treffer aus nächster Nähe bedeuten das Ende - in einem knackigen Schwierigkeitsgrad. Medi-Packs gibt es keine, dafür regeneriert sich die Lebensenergie des Protagonisten wieder. Beißt Logan ins Gras, geht's am letzten Speicherpunkt weiter. Freies Speichern ist nicht möglich.

Tom Clancy's Rainbow Six: Vegas

Hersteller/Vertrieb

Ubisoft Montreal/Ubisoft

Genre

Action

Plattform

PC, Xbox 360

Preis

ca. 70 Euro

Altersfreigabe

ab 18 Jahren

Fast so vielfältig wie die Singleplayer-Kampagne ist der Multiplayer-Part. Über "Xbox Live" ballern sich bis zu vier Spieler im genialen Co-Op-Modus durch die Glitzerwelt, 16 Kämpfer treffen sich in den anderen Varianten. Bemerkenswert sind zwei Faktoren: Wer eine "Xbox Live Vision"-Kamera besitzt, kann sein eigenes Gesicht in das Game einbauen. Ebenso cool ist, dass die online erspielten Punkte nicht verloren gehen. Das bedeutet: Je mehr Zeit ein Gamer online unterwegs ist, desto mehr Ausrüstungsgegenstände schaltet er frei.

Artur Hoffmann/Teleschau TELESCHAU

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