Erstmals in der Geschichte der britischen Monarchie diente eine königliche Residenz als Schauplatz für eine Filmpremiere: König Charles III. (77) und Königin Camilla (78) luden am Mittwochabend zur feierlichen Erstaufführung der Dokumentation "Natürliches Gleichgewicht: Die Vision eines Königs" in die berühmte Waterloo Chamber von Schloss Windsor ein.
Unter den über 200 geladenen Gästen befand sich das Who's Who der britischen Kultur- und Schauspielszene, darunter Oscarpreisträgerin Kate Winslet, die nicht nur als Erzählerin durch den Film führte, sondern den Abend auch mit einer persönlichen Rede eröffnete. Ebenfalls auf der Gästeliste standen Dame Judi Dench, Benedict Cumberbatch, Rod Stewart, Stanley Tucci, Sir Kenneth Branagh und viele weitere.
Unterstützt wurden der König und die Königin beim Empfang von weiteren Familienmitgliedern, darunter Sophie, Herzogin von Edinburgh.
Auch William und Harry kommen in Doku vor
Der Film, der ab 6. Februar bei Prime Video zu sehen ist, ist nicht nur eine gewöhnliche Naturdoku: Er blickt auf 50 Jahre Umweltengagement von Charles zurück - von seinen ersten, damals oft belächelten Warnungen vor der Umweltverschmutzung im Jahr 1970 bis hin zu heutigen globalen Projekten seiner "King's Foundation".
Besonders emotional: Die Dokumentation zeigt laut "People" seltene Archivaufnahmen, in denen Charles seinen Söhnen William (43) und Harry (41) die Natur nahebringt - ganz so, wie es sein Vater, Prinz Philip (1921-2021), einst bei ihm tat. Auch humorvolle Momente fehlen nicht: So sieht man den König beim Füttern seiner Hühner im "Cluckingham Palace" (seinem Hühnerstall in Highgrove) oder wie er leidenschaftlich über die Vorzüge von gebackenen Kartoffeln philosophiert.
Doku thematisiert Charles' Gespräche mit Pflanzen
Zudem wird in der Dokumentation auch ein Interview von 1986 thematisiert, das Charles jahrelang Spott einbrachte. Der heutige König gab damals im Gespräch mit der BBC zu, dass er regelmäßig mit Pflanzen und Bäumen rede. Kate Winslet erklärt in ihrem Kommentar, wie sehr diese Kritik den damaligen Prinzen von Wales verletzt hatte.
Heute, Jahrzehnte später, wirkt seine Botschaft aktueller denn je. Der Film endet mit einem eindringlichen Appell des Monarchen: "Alles läuft darauf hinaus, dass wir selbst Natur sind. Wir sind ein Teil von ihr, nicht getrennt von ihr." Mit einem Augenzwinkern fügte der König hinzu, dass er hoffe, ein wenig mehr Bewusstsein geschaffen zu haben, bevor er "das Zeitliche segnet".