Nachdem er einige Zeit in Schottland verbracht hatte, kehrte König Charles III. (77) am Mittwoch nach London zurück. Dort hält sich schon seit einigen Tagen sein jüngster Sohn Prinz Harry (41) auf, der eigentlich in Kalifornien lebt. Im Londoner High Court verklagt er mit anderen Prominenten den Herausgeber der "Daily Mail". Doch zu einem Treffen zwischen Vater und Sohn kam es nicht, obwohl nur wenige Kilometer die beiden trennten.
Letztes Treffen im September
Wie der britische "Express" berichtet, kehrte der Monarch aus Schottland in die Hauptstadt zurück, um an einem Empfang im Lancaster House teilzunehmen. Direkt neben seiner Residenz Clarence House setzte sich Charles für den Naturschutz in Indonesien ein und traf auch auf den indonesischen Präsidenten Prabowo Subianto.
Das letzte persönliche Treffen zwischen Vater und Sohn liegt bereits einige Monate zurück. Im September vergangenen Jahres sahen sich die beiden kurz während eines Heimatbesuchs von Harry. Doch während der Herzog von Sussex in einen Rechtstreit verwickelt ist, hält der König demonstrativ Distanz.
Charles folgt dabei dem Grundsatz, dass er sich als Souverän aus laufenden Gerichtsverfahren heraushalten sollte. Harry klagt vor dem High Court in einem aufsehenerregenden Prozess gemeinsam mit prominenten Mitstreitern - darunter auch Sir Elton John (78) und Schauspielerin Elizabeth Hurley (60) - gegen die Verlagsgruppe Associated Newspapers Ltd., zu der unter anderem die "Daily Mail" und "Mail on Sunday" gehören. Der Vorwurf lautet systematische Verletzung der Privatsphäre über einen Zeitraum von rund zwei Jahrzehnten.
Prinz Harry vor Gericht: "Sie verfolgen mich weiterhin"
Am Mittwoch trat Harry selbst in den Zeugenstand. Besonders emotional wurde es zum Ende seiner Aussage. Als der Herzog von Sussex über seine Frau Herzogin Meghan (44) sprach, brach seine Stimme. "Sie verfolgen mich weiterhin, sie haben das Leben meiner Frau zur absoluten Qual gemacht, Euer Ehren", sagte Harry laut des "Express" den Tränen nahe.
Nach seinem Auftritt vor Gericht ließ Harry ein kurzes Statement verbreiten. Darin hieß es kämpferisch: "Heute haben wir die Mail Group daran erinnert, wer hier vor Gericht steht und warum." Ein Sprecher des Herzogs legte nach und kritisierte das Kreuzverhör der Gegenseite als "aufschlussreich in seiner Schwäche". Es sei zwar im Ton bestimmt gewesen, aber unter Harrys Prüfung sofort in sich zusammengefallen. Der Sprecher betonte außerdem, dass die Anwälte von Associated Newspapers die Befragung Harrys gar nicht schnell genug hätten abschließen können, da seine Aussage zu ihren Nachteilen ausgefallen sei.