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Konzert: Fürstlicher Besuch in Berlin

Prinz Albert von Monaco, seine Schwester Caroline und ihr Mann, Prinz Ernst-August von Hannover, kamen Donnerstag nach Berlin - ein Konzertbesuch. Vor dem Gebäude gab es Pfeifkonzerte protestierender Studenten.

Prinz Albert von Monaco und seine Schwester Caroline haben am Donnerstag Berlin besucht. Am Abend nahmen sie an einem gemeinsamen Konzert von Musikern aus Berlin und Monaco im Berliner Dom teil. Caroline war in Begleitung ihres Mannes Prinz Ernst August von Hannover. Der Berliner Dom war die Hofkirche der Hohenzollern.

Die Initiative zu dem Konzert aus Anlass des 200. Geburtstages des Komponisten Hector Berlioz war vom Chefdirigenten des Rundfunk-Sinfonie-Orchesters Berlin (RSB), Marek Janowski, ausgegangen. Janowski ist auch Chef des Orchestre Philharmonique de Monte Carlo, das gemeinsam mit dem Berliner Orchester im Dom spielte. Berlioz' "Messe des Morts" (Totenmesse) mit mehr als 300 Mitwirkenden wurde vom DeutschlandRadio übertragen.

Eintrag ins Goldene Buch der Stadt

Prinz Albert hatte sich am Nachmittag nach einem Besuch in Potsdam in das Goldene Buch der Stadt Berlin eingetragen. Bei seinem Eintreffen am Roten Rathaus, wo er vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) begrüßt wurde, protestierten über 100 Studenten hinter den Absperrungen der Polizei mit einem gellenden Pfeifkonzert und Sprechchören gegen die Kürzungen im Bildungsbereich der Stadt.

Wowereit entschuldigte sich bei seinem fürstlichen Gast aus Monaco für diesen Empfang und betonte, dass die Pfiffe nur ihm als Berliner Regierungschef gegolten hätten. "Proteste sind legitim, aber weniger angebracht bei Gästen, die wir gerne in der Stadt sehen."