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Lindsay Lohan im Gefängnis Zwei Wochen um sich zu bessern


US-Schauspielerin Lindsay Lohan wird nach ihrem Haftantritt am Dienstag voraussichtlich nur rund zwei Wochen ihrer insgesamt dreimonatigen Freiheitsstrafe hinter Gittern verbringen müssen. Das erklärte die Polizei in Lynwood in Kalifornien.

Lindsay Lohan könnte bei guter Führung mit einer kurzen Haftstrafe davonkommen. Die 24-jährige Schauspielerin, die am Dienstagmorgen im Frauengefängnis Lynwood nahe Los Angeles ihre Strafe angetreten hatte, könnte bereits am 1. oder 2. August entlassen werden. Dies teilte Steve Whitmore vom Sheriffs-Büro am Dienstag dem Internetdienst "People.com" mit. Wegen notorischer Überfüllung der Gefängnisse in Kalifornien ist es üblich, Straftäter mit geringen Delikten bereits nach Verbüßung eines Viertels der Strafe zu entlassen.

Lindsay Lohan trat ihre Haftstrafe ohne Tränen und ausnahmsweise auch ohne filmreifes Drama an. Ein öffentliches Spektakel mit Handschellen und einem großen Polizeiaufgebot blieb der 24-Jährigen Schauspielerin am Dienstagmorgen (Ortszeit) erspart. Es war nur ein kurzer Spießrutenlauf vor Dutzenden Kameras beim Gericht in Beverly Hills. Der große schwarze Wagen der Alkoholsünderin fuhr direkt zum Eingang des Gebäudes, in dem Lohan und ein ganzer Tross von Begleitern sofort verschwanden. Den Fotografen und Kameraleuten blieben nur Sekunden, um ein Bild von der Schauspielerin mit dunklem Blazer und Sonnenbrille zu erhaschen.

Nach einer kurzen Anhörung sprach die Richterin ein Machtwort, die Live-Übertragung aus dem Gerichtssaal wurde gestoppt. Am 6. Juli hatte Lohan hier noch unter Tränen um Gnade gefleht. "Ich dachte, ich hätte alle Auflagen erfüllt", schluchzte die Schauspielerin damals. Doch Richterin Martha Revel ließ sich nicht erweichen. Sie schickte den "Mean Girl"-Star wegen Verletzung von Bewährungsauflagen nach vielen Alkohol- und Drogeneskapaden für 90 Tage hinter Gitter und brummte Lohan zusätzlich noch drei Monate Entzug in einer geschlossenen Suchtklinik auf.

Am Abend vor dem Haftantritt war Lohan noch zum Scherzen zumute. In einer Twitterbotschaft witzelte sie, sie habe lediglich damit Erfahrung, für Disney-Filme bestellt zu werden. "(...) habe nie gedacht, einmal ins Gefängnis bestellt zu werden (...)". Lohans neues "Movie-Set" ist ein zweistöckiger grauer Betonbau in der kalifornischen Kleinstadt Lynwood, nur wenige Kilometer außerhalb von Los Angeles. Das Frauengefängnis beherbergt bis zu 2300 straffällig gewordene Frauen.

Kollegin Paris Hilton (29) hatte es Lohan 2007 vorgemacht. Nach einem letzten Glamour-Auftritt bei einer Filmgala trat Hilton ihre Gefängnisstrafe aber schon zwei Tage vor der gesetzten Frist an. Hilton war wegen Alkohol am Steuer und mehrfachen unerlaubten Fahrens zu 45 Tagen Haft verurteilt worden. Am Ende verbrachte auch das luxusgewohnte Party-Girl nur 23 Tage auf nicht einmal zehn Quadratmetern.

Wie Hilton soll Lohan in einer Abteilung für "besondere Bedürfnisse" untergebracht werden, in einer Zelle, die für prominente Gäste reserviert ist. Lohan darf in ihrer Zelle speisen, täglich ihren Anwalt sehen und am Wochenende von Freunden und Verwandten besucht werden. Doch viele Extras gibt es nicht, das galt schon für Paris Hilton: Statt der gewohnten Schminktöpfchen steht nur der vom Gefängnis ausgegebene Waschbeutel mit Zahnbürste, Seife, Deodorant und Shampoo für die Schönheitspflege zur Verfügung.

APN/DPA DPA

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