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Lindsay Lohan und Paris Hilton: Blond gelaufen

Die Schlagzeilengirls in Schwierigkeiten: Paris Hilton und Lindsay Lohan haben wegen Drogengeschichten wieder einmal Probleme mit der US-Justiz. Für eine von ihnen scheint die Sache halbwegs glimpflich auszugehen ...

Was wären diese It-Girls nur ohne Twitter? Ständig tweeten und zwitschern die jungen Frauen, bekannt aus Film, Funk und Fernsehen, so alles, was sie gerade erleben, in die weite Welt. Zum Beispiel Lindsay Lohan: "Leider habe ich tatsächlich meinen letzten Drogentest verpatzt", verkündete die 24-jährige US-Schauspielerin letzte Nacht auf ihrem Twitter-Account und fuhr weiter zerknirscht fort: "Ich bin bereit, aus diesem Grunde nächste Woche vor Richter Fox zu erscheinen."

Gleich danach schrieb sie weiter: "Drogenabhängigkeit ist eine Krankheit, die dummerweise nicht über Nacht verschwindet. Ich arbeite hart daran, das zu bewältigen und ich mache Fortschritte." Und: "Ich mache jeden Tag einen Test und tue, was ich tun muss, um solche Pannen in Zukunft zu vermeiden."

Tja, und diese "Pannen" haben Folgen: Denn Lohan war erst im Juli wegen Drogendelikten zu jeweils 90 Tagen Haft und Entzug verurteilt worden. Im August wurde sie aber nach nur knapp zwei Wochen Haft und drei Wochen Reha entlassen - mit Auflagen. Sie muss zweimal pro Woche Drogen- und Alkoholtests machen und an Therapiesitzungen teilnehmen. Sollte sie einen Test verpassen, muss sie für 30 Tage zurück ins Gefängnis. Das Gleiche sollte für den Fall gelten, dass eines der Testergebnisse positiv ausfällt. Und wenn Richter Fox nächste Woche nicht gut gelaunt ist, schickt er Frollein Lohan tatsächlich wieder dorthin.

Hilton - Gerichtstermin am Montag

Etwas anders läuft es im Moment in Sachen Drogen und Staatsgewalt bei Paris Hilton. Die hat sich nämlich nach ihrer Festnahme wegen Kokainbesitzes mit der Staatsanwaltschaft geeinigt und entgeht so einer drohenden höheren Strafe: US-Bezirksstaatsanwalt David Roger erklärte in Las Vegas, Hilton werde sich am Montag vor Gericht wegen Drogenbesitzes und Widerstands gegen die Staatsgewalt schuldig bekennen.

Im Gegenzug erhält die Hilton ein Jahr auf Bewährung, muss eine Strafe von 2000 Dollar (rund 1500 Euro) bezahlen und 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Wegen des Kokainbesitzes wäre sie nicht zu einer Haftstrafe verurteilt worden, die Gesamtstrafe wäre aber vermutlich höher ausgefallen.

Die Hotelerbin war am 27. August in Las Vegas von der Polizei angehalten worden, weil es aus dem schwarzen Cadillac Escalade nach Marihuana roch. Sie und ihr Freund, der 34-jährige Nachtclubbesitzer Cy Waits, der am Steuer des Wagens gesessen hatte, wurden vorübergehend festgenommen und befragt. Später wurden dann in Hiltons Handtasche 0,8 Gramm Kokain gefunden. Und Hilton hatte zunächst ganz keck ausgesagt, die Tasche und das Kokain gehörten ihr nicht, das Zigarettenpapier, mehrere Kreditkarten und 1300 Dollar in bar aber schon. Hmmm.

Nun ist Dummheit aber offensichtlich noch kein Grund, in einen US-Knast zu wandern. Aber aufpassen muss Hilton trotz der Milde der Staatsanwaltschaft schon. Ihr Anwalt David Chesnoff sagte, der 29-Jährigen werde kein Bewährungshelfer zugeteilt. Sie müsse sich nicht bei den Behörden melden. Dennoch erkenne seine Mandantin den Ernst der Lage und wisse die Chance, die ihr gegeben worden sei, zu schätzen. "Sie darf sich nichts zuschulden kommen lassen", sagte Chesnoff.

Paris Hilton kriegt also eine nächste Chance - auf die Lindsay Lohan bei Richer Fox noch warten muss. Entsprechend zerknirscht zeigte sie sich auf via Twitter: "Das war sicher ein Rückschlag, ich übernehme die Verantwortung für mein Handeln und ich bin bereit, die Konsequenzen zu tragen." Sie sei dankbar für Familie und Fans, die wüssten, wie hart sie an sich arbeite. "Ich glaube weiter an mich selbst und ich bin voller Hoffnung... Dank an alle!"

rk/DPA / DPA