HOME

MÄRTHA LOUISE UND ARI BEHN: Flucht in die Flitterwochen

Der norwegischen Prinzessin Märtha Louise und ihrem Ehemann Ari Behn ist die »Flucht« in heimliche Flitterwochen mit unbekanntem Ziel geglückt.

Der norwegischen Prinzessin Märtha Louise und ihrem Ehemann Ari Behn ist die »Flucht« in heimliche Flitterwochen mit unbekanntem Ziel geglückt. Auch zwei Tage nach dem Jawort der 30-jährigen Königstochter und des ein Jahr jüngeren Skandalautors im Trondheimer Nidaros-Dom konnten die heimischen Medien am Sonntag keine glaubwürdigen Angaben über den Aufenthaltsort des Paares präsentieren. Hofsprecherin Wenche Rasch verweigerte dazu in Oslo jede Auskunft und erklärte knapp: »Sie werden eine wohlverdiente lange Reise machen und auch lange weg bleiben.«

In Brüssel verliert sich die Spur

Die Tochter von König Harald V. und ihr Mann hatten den Hochzeitsball in Norwegens drittgrößter Stadt in der Nacht zum Samstag um 2.05 Uhr verlassen und sich zu einem Landgut fahren lassen, wo sie angeblich die Hochzeitsnacht verbringen wollten. Nach knapp einer Stunde wurde das in Alltagskleidung geschlüpfte Paar dann von einer Polizeieskorte in rasender Fahrt zum Flugplatz Værnes gebracht, wo ein bereit gestelltes Flugzeug der norwegischen Luftwaffe um 4.10 Uhr mit unbekanntem Ziel abhob. Nach Angaben des Boulevardblattes »VG« landete die Maschine am frühen Morgen in Brüssel, wo sich die Spur des Paares verloren habe.

Als denkbare Reiseziele nannten die Osloer Medien Florenz, Venedig, die marokkanische Stadt Casablanca sowie Ziele in Südamerika oder den USA. Als möglich galt aber auch, dass das Paar sich in Wirklichkeit weiter in Norwegen aufhält. Beobachter verwiesen auf Ablenkungsmanöver und diverse Gerüchte bei der Hochzeit von Märtha Louises Bruder Kronprinz Haakon (28), der im vergangenen Sommer mit seiner Frau Mette-Marit (28) angeblich per Schiff nach Kopenhagen unterwegs war.Als Journalisten und Schaulustige am Hafen der dänischen Hauptstadt warteten, flog das Paar anonym nach Düsseldorf und von dort weiter nach New York. In der Rheinmetropole scheiterte die Geheimhaltungsstrategie des Hofes allerdings, weil Haakon und Mette-Marit beim Einchecken im Hotel erkannt wurden.

Auf Behn warten »diverse unausweichliche Überraschungen«

Behn, der sich als junger Autor einen Namen durch mitunter heftige literarische Provokationen gemacht hat, nannte Märtha Louise in seiner ausgeprägt konventionellen Hochzeitsrede »die schönste Frau, die ich jemals gesehen habe«. Er sagte weiter zu der vor Rührung abwechselnd weinenden und lachenden Prinzessin: »Du bist das Licht, das die Finsternis besiegt. Mit dir zusammen fürchte ich den Tod nicht mehr.« Betont humoristisch äußerte sich vor den 240 Ballgästen Norwegens König Harald V. Er warnte seinen Schwiegersohn vor »diversen unausweichlichen Überraschungen« im Eheleben vor allem wegen der ungewöhnlich ausgeprägten Neugier der Tochter. Harald fügt hinzu: »Und im Übrigen plaudert sie alles aus.«

Das creme-weiße Brautkleid der norwegischen Designerin Wenche Lyche im Renaissancestil erhielt von einheimischen Modedesignern keine sonderlich guten Noten. »Wir haben alle etwas Frecheres und Frischeres erwartet«, meinte die Modeschöpferin Martine Svenkerud. Das Interesse an der Hochzeit wurde von Hofbeobachtern als enorm, aber deutlich geringer gegenüber der Trauung von Haakon und Mette- Marit in Oslo im vergangenen August eingestuft. Nach dem Abschied vom Brautpaar feierten die meisten der royalen und anderen Gäste bis in den frühen Morgen weiter. Spaniens Kronprinz Felipe, der an der Seite der schwedischen Kronprinzessin Victoria gesehen wurde, gehörte ebenso dazu wie der niederländische Kronprinz Willem-Alexander und seine Frau, Prinzessin Maxima. Das britische Königshaus ließ sich durch Prinz Edward vertreten, der mit seiner Ehefrau Sophie Rhys- Jones gekommen war. Das einzige gekrönte Haupt aus dem Ausland in Trondheim war die dänische Königin Margrethe II.

Thomas Borchert