Mehr als 200 Gäste
Filmwelt verabschiedet sich vom Schauspieler Mario Adorf

Mario Adorf war Anfang letzten Monats im Alter von 95 Jahren verstorben.
Mario Adorf war Anfang letzten Monats im Alter von 95 Jahren verstorben.
© imago images/Bildagentur Monn / Ervin Monn

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Rund 200 Gäste nehmen in München Abschied von Mario Adorf. Emotionale Reden und prominente Gäste haben die Trauerfeier geprägt.

Die Filmbranche trauert um Mario Adorf (1930-2026). Am Samstag wurde in München Abschied von dem am 8. April verstorbenen Schauspieler genommen. In der Kirche St. Michael versammelten sich Familie und enge Weggefährten, um ihm die letzte Ehre zu erweisen.

Auch zahlreiche Kollegen waren gekommen. Seine Ehefrau Monique Faye, mit der Adorf seit 1985 verheiratet war, betrat, gestützt von Freunden, die Kirche. Tochter Stella Adorf war ebenfalls anwesend. Auch sein Enkel Julius Adorf nahm Abschied von seinem Großvater.

Mehr als 200 Gäste erweisen Mario Adorf die letzte Ehre

Rund 200 Gäste nahmen an der Trauerfeier teil. Unter ihnen befanden sich Schauspielstar Veronica Ferres und der Regisseur David Dietl, Elvira und Günter Netzer sowie Schauspiellegende Uschi Glas. Auch Senta Berger, die mit Adorf in der Kultserie „Kir Royal“ zu sehen war, erwies ihrem langjährigen Kollegen die letzte Ehre. Sie sagte gegenüber der „Bild“-Zeitung: „Mario war ein Lebensfreund.“

Iris Berben hielt als Erste eine Trauerrede. Sie berichtete, dass sie vor einigen Wochen ein Päckchen mit einem Brief von Adorf erhalten habe. „Darin lag eine bronzene Statue von Moses, geschaffen vom Berliner Künstler Fritz Reuter. Du schriebst, dass es Zeit sei, ein paar Dinge in die richtigen Hände weiterzugeben. Und dass ich schon wüsste, warum du mir die Statue geschenkt hast.“ Sie erklärte weiter, er habe recht gehabt – die Figur stehe für die Zehn Gebote.

Das Geschenk habe sie tief berührt. „Diese zärtliche Geste von dir konnte ich nur mit sehr vielen Tränen beantworten. Deine Lebensmelodie, das war ein Mosaik aus Wachsamkeit, Verantwortung tragen, Respekt und Freundlichkeit. Für mich warst du ein Komplize der Kunst und des Lebens. Da capo (auf Deutsch: von Anfang an), liebster Mario.“

Ebenso ergriff „Tatort“-Schauspieler Axel Milberg, der in Begleitung seiner Ehefrau Judith gekommen war, das Wort und würdigte den Verstorbenen. Für die musikalische Gestaltung der Trauerfeier sorgte Opernsänger Klaus Florian Vogt. Wie die „Abendzeitung“ berichtet, beendete Tochter Stella Maria Adorf ihre Rede mit den Worten: „Wir waren Kumpel, und wie gerne würde ich ihm jetzt zurufen: ‚Da capo, Mario!‘“

München: Ein spezieller Ort für Adorf

München hatte für Adorf eine besondere Bedeutung. Zeitweise lebte er mit seiner Ehefrau in der bayerischen Landeshauptstadt und besaß eine Wohnung im Stadtteil Schwabing. Zudem verband ihn auch beruflich viel mit der Stadt: In den 1950er-Jahren nahm seine beeindruckende Karriere an den Münchner Kammerspielen ihren Anfang.

SpotOnNews
ckl

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