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Parfüm-Diebstahl: So wollte Menowin Fröhlich "Douglas" austricksen

Der ganze Vorgang dauerte nur wenige Minuten: Menowin Fröhlich soll in einer Dresdner Parfümerie geklaut haben. Der Diebstahl blieb zunächst unbemerkt, denn Fröhlich stellte sich nicht dumm an - eigentlich.

Menowin Fröhlich

Menowin Fröhlich hat ein langes Vorstrafenregister. 2010 musste er wegen Körperverletzung 313 Tage hinter Gitter.

Sechs Überwachungskameras zeichneten auf, wie Menowin Fröhlich am 5. September in einer Dresdner Parfümerie der Kette "Douglas" einen Herrenduft der Marke "Dior Homme Intense" im Wert von 69,95 Euro entwendete. Der Klau flog allerdings nicht im Laden auf, sondern erst bei der Auswertung des Videomaterials.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, blieb der Diebstahl zunächst unentdeckt. Fröhlich sei mit dem Parfüm in seiner Tasche zur Kasse gegangen, habe dann aber nur eine Hautcreme bezahlt. Die Kassiererin habe den unbezahlten Gegenstand nicht bemerkt. Anschließend habe der 28-Jährige das Geschäft zusammen mit seiner Begleiterin verlassen. Von Sicherheitskräften oder Ladendetektiven wurde er nicht aufgehalten.

Wie Menowin Fröhlich es geschafft hat, das Parfüm zunächst unbemerkt in seiner Tasche verschwinden zu lassen? Darüber gibt die Auswertung der Aufzeichnungen Aufschluss.

Demnach lief der Klau wie folgt ab: 

-       Gegen 19 Uhr taucht Fröhlich in der Parfümerie auf.

-       Sechs Minuten später greift er zu dem Herrenduft

-       Um zirka 19.10 Uhr beginnt er, die Verpackung des Parfüms zu entfernen. Offenbar befürchtete er, an der Verpackung könne ein Diebstahlschutz angebracht sein, der beim Verlassen des Geschäftes Alarm schlägt. Er versteckt den leeren Karton in einem Regal.

-       Danach verschwindet die Flasche ohne Verpackung in der Tasche des Sängers

-       Gegen 19.20 Uhr bezahlt Fröhlich eine Hautcreme an der Kasse und verlässt das Geschäft

Freundin legte Kundenkarte vor

Eigentlich ein perfekter Diebstahl, hätte Fröhlich nicht gleich mehrere Fehler begangen. Zum einen die Überwachungskameras, die den Diebstahl aufzeichneten. Dann die leere Verpackung, die Fröhlich zurückließ und auf der seine Fingerabdrücke sichergestellt wurden. Und schließlich noch die Sache mit der Kundenkarte: Wie "Bild" berichtet, legte seine weibliche Begleitung ihre "Douglas-Karte" vor, als der Sänger die Hautcreme bezahlte. Auf der Karte waren ihre Adressdaten hinterlegt.

Genügend Beweise, die am Ende zu einer Verurteilung führen könnten. Die Staatsanwaltschaft Dresden überprüft momentan die Fakten, könnte schon in der kommenden Woche Anklage gegen den "DSDS"-Zweiten erheben. Dann droht Fröhlich aufgrund seiner Vorstrafen und seiner Bewährungsauflage sogar eine Haftstrafe. Wegen eines Parfüms im Wert von 69,95 Euro.

mai