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Selfies, Essen und Co.: Exklusivste Mode-Party des Jahres: Die geheimen Regeln der Met-Gala

Heute Abend findet in New York die Met-Gala statt. Wer hier eingeladen ist, gehört zu obersten Riege der Modewelt. Doch auch die Superstars müssen sich an strikte Regeln halten.

Met-Gala

Kylie Jenner schoss vor zwei Jahren eines der legendären Badezimmer-Selfies während der Met-Gala. Mit darauf: Kendall Jenner, Paris Jackson, Asap Rocky, Kim Kardashian, P. Diddy und viele weitere.

Es ist wie so oft im Leben: Was vorher als größtes Spektakel überhaupt angekündigt wird, ist im Nachhinein nur halb so spektakulär. Glaubt man Stars wie Gwyneth Paltrow oder Amy Schumer, verhält es sich selbst mit der exklusivsten Fashion-Party der Welt ähnlich. Die Met-Gala, die jährlich von "Vogue"-Chefin Anna Wintour ausgerichtet wird, gilt als Sammelstelle für das Who is Who der Modeszene.

Met-Gala in New York: Strikte Regeln sorgen für schlechte Stimmung

Doch Paltrow nannte die feierliche Veranstaltung einst "unlustig" und verkündete, "da nie wieder hin" zu wollen. Schumer bezeichnete die Gala sogar als "Strafe". Gut möglich, dass die strengen Regeln unter den Gästen für Missmut gesorgt haben. Denn nach ausgelassener Feierstimmung klingen die Richtlinien nicht gerade.

Rauchen

So haben besonders Raucher auf der Party wenig zu Lachen: Denn Zigaretten sind strikt verboten. Wie der Name schon sagt, findet die Met-Gala im New Yorker Metropolitan Museum of Art statt, dem sogenannten "Met". Um die alten Kunstwerke dort zu schützen, herrscht striktes Rauchverbot. Dass so mancher Star diese Regel bereits gebrochen hat und sich auf den Toiletten eine Kippe anzündete, sorgte angeblich bereits für Wut unter den Museumsangestellten. 

Keine Handys, keine Selfies

Die Veranstalter der Met-Gala rühmen sich seit Jahren damit, die exklusivste Party der Stadt auszurichten. Doch in Zeiten von Instagram und Co. sind Gäste kaum davon abzuhalten, jeden Moment fotografisch festzuhalten - und direkt mit den eigenen Followern zu teilen. Um die mysteriöse Aura der Gala zu wahren, verbietet Anna Wintour im Saal die Handynutzung. "Sie mag eine Dinnerparty, auf der die Menschen tatsächlich miteinander sprechen", verriet Sylvana Durrett, Wintours Event-Managerin in der Doku "The First Monday in May" 2013. "Wir gucken den Menschen nicht über die Schulter, aber wenn es zu offensichtlich wird, kriegen sie von uns eine gut gemeinte Erinnerung", erklärte sie. 

Um doch noch ein Foto vom teuren Outfit zu schießen, ohne dabei erwischt zu werden, verziehen sich die Stars regelmäßig auf die Museumstoiletten. Die Selfies, die dort in den vergangenen Jahren entstanden sind, waren legendär.

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annual bathroom selfie

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Altersbeschränkung

Weil es auf der Party natürlich nicht nur Apfelsaft und jugendfreies Entertainment gibt, gilt für die Met-Gala seit dem vergangenem Jahr: Kein Einlass unter 18. Der strikten Regel fiel 2018 Jungstar Maddie Ziegler zum Opfer, die mit erst 15 damals zu jung war. "Es ist keine angemessene Veranstaltung für Menschen unter 18", hieß es laut "The Hollywood Reporter" von Seiten der Veranstalter. 

Paare werden getrennt

Nichts schadet einer Party so wie Paare, die nur nebeneinander sitzen wollen und sich nicht unter das Volk mischen. Das hat auch Anna Wintour erkannt und setzt Pärchen bewusst auseinander. "Der ganze Sinn dieser Events ist es, neue Menschen kennenzulernen und interessiert zu sein an dem, was diese Leute tun. Was bringt es, her zu kommen und nur mit dem eigenen Ehemann abzuhängen?", erklärte Durrett die Entscheidung in der Dokumentation. 

Nur elegantes Essen

Wie viele der Schauspieler und Models das Essen überhaupt verzehren, das vor ihnen auf den Tellern liegt, weiß man nicht. Anna Wintour ist es trotzdem wichtig, dass ihr Catering-Unternehmen auf die Optik achtet. Petersilie, die zwischen den Zähnen kleben bleibt, sei daher verboten. Genauso Knoblauch, wegen des schlechten Atems. Bruschetta sei ebenfalls nicht gewollt - zu groß das Risiko von Tomatenstücken, die auf den teuren Kleidern landen. 

Keine PR-Berater

Wie die "New York Post" berichtet, müssen die gut betuchten Gäste auf ihre PR-Manager verzichten. Das birgt insofern ein Risiko, als genau die sonst dafür zuständig sind, Presseanfragen zu koordinieren. Während der rote Teppich bei den Oscars nur so von Assistenten und Managern wimmelt, bekommen die für die Met-Gala keine Einladung. Und so sind die Promis auf sich allein gestellt. Für viele eine neue Erfahrung. 

Wer absagt, kommt auf die schwarze Liste

Bekommt ein Promi eine Einladung zur exklusivsten Party des Jahres, sollte er oder sie schleunigst alle anderen Termine im Kalender absagen. Denn wer sich dazu entschließt, Wintour einen Korb zu geben, wird nie wieder eingeladen - es sei denn, es handelt sich um einen "dreifachen A-Promi", wie ein It-Girl dem Promimagazin "Page Six" vor zwei Jahren verraten hat. 

Sowohl Paltrow als auch Schumer brachen nach ihren Lästerattacken ihr Versprechen und erschienen erneut auf der Party. So schlecht kann sie also nicht gewesen sein. Im Fall von Paltrow mag das auch damit zu tun haben, dass ihr "Goop"-Magazin vom gleichen Verlag vertrieben wird wie die "Vogue". Da kann man sich eine "unlustige" Party im Jahr durchaus antun. 

Quellen: "New York Post" / "The Hollywood Reporter" / "Page Six"

Modehighlight in New York: Met Gala: Großer Gott, was für Kostüme!
Die Kopfbedeckung von Rihanna (in Maison Margiela) erinnerte an die Mitra des Papstes. Das Motto der diesjährigen Met-Gala lautete "Himmlische Körper: Mode und die katholische Vorstellungskraft" und musste extra von der Kirche abgesegnet werden.

Die Kopfbedeckung von Rihanna (in Maison Margiela) erinnerte an die Mitra des Papstes. Das Motto der diesjährigen Met-Gala lautete "Himmlische Körper: Mode und die katholische Vorstellungskraft" und musste extra von der Kirche abgesegnet werden.

DPA
ls