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Michael Jacksons Kinder: Richter spricht Oma Katherine das Sorgerecht zu

Ende des unwürdigen Gezerres? Die drei Kinder des verstorbenen Popstars Michael Jackson werden unter der Obhut ihrer Großmutter aufwachsen. Ein Richter in Los Angeles sprach der 79-jährigen Katherine Jackson das dauerhafte Sorgerecht für alle drei Kinder zu. Die beiden älteren Kinder hatten eine entsprechende Willenserklärung abgegeben.

Die drei Kinder von Popstar Michael Jackson werden bei ihrer Großmutter aufwachsen. Ein Gericht in der kalifornischen Metropole Los Angeles sprach der 79-jährigen Katherine Jackson am Montag das dauerhafte Sorgerecht für die zwölf, elf und sieben Jahre alten Kinder zu. Jacksons Ex-Frau Debbie Rowe, die leibliche Mutter der beiden älteren Kinder, bekommt ein Besuchsrecht. Zudem soll sie entsprechend einer früheren Vereinbarung mit dem "King of Pop" weiterhin Unterhalt erhalten.

Auf diese Regelung hatten sich die beiden Frauen nach langem Tauziehen schon im Vorfeld der Anhörung verständigt. Die Vereinbarung musste jedoch vom Gericht noch abgesegnet werden. Sie entspricht auch Jacksons Verfügung, die er in einem Testament aus dem Jahr 2002 festgelegt hatte. Die Kinder Prince Michael I. (12), Paris (11) und Prince Michael II. (7) lebten schon seit dem Tod des Sängers am 25. Juni vorübergehend bei der Großmutter. Die beiden älteren Kinder hatten zudem in einer Willenserklärung geäußert, bei ihrer Oma bleiben zu wollen.

Den Kindern und der Oma sprach der Richter ebenfalls Unterhalt zu. Über die jeweiligen Summen wurde zunächst nichts bekannt. Ex-Frau Rowe, die zwischenzeitlich Anspruch auf das Sorgerecht für Prince und Paris erheben wollte, bekommt nach Informationen der "New York Post" insgesamt vier Millionen Dollar (2,8 Millionen Euro). Ursprünglich habe sie eine Million Dollar pro Jahr verlangt, hieß es. Die Mutter des dritten Kindes ist eine nicht näher bekannte Leihmutter.

Nun geht es um den Nachlass

Zu dem Gerichtstermin waren neben Jacksons Mutter auch einige seiner Geschwister sowie zahlreiche Anwälte erschienen. Denn nun droht eine knifflige Auseinandersetzung um den Nachlass des "King of Pop". Jackson hatte den Anwalt John Branca und den Musikmanager John McClain in seinem Testament als Verwalter eines neu geschaffenen Treuhandfonds benannt. Ein Richter hat den beiden Männer bereits vorübergehend die Verwaltung von Jacksons Nachlass übertragen. Anwälte von Jacksons Mutter Katherine bemühen sich darum, dass ihre Mandantin als dritte Bevollmächtigte anerkannt wird. Die Anwälte Katherine Jacksons hatten vor Gericht bereits einen besseren Einblick in die Unterlagen des Verstorbenen beantragt. Ihnen wurde aber beschieden, sich bis zur Anhörung vom Montag zu gedulden.

Wie aus Gerichtsakten hervorgeht, haben Branca und McClain bereits 5,5 Millionen Dollar vom früheren Finanzberater Jacksons Thome Thome erhalten. Sie haben die Verwaltung über einen Großteil des Jackson-Vermögens übernommen und erklärt, sie erwarten in Kürze den Abschluss mehrerer millionenschwerer Verträge. Richter Mitchell Beckloff hat bereits einen dieser Verträge genehmigt, der Jacksons Autobiografie "Moonwalk" aus dem Jahr 1988 zurück in die Bücherregale bringen wird.

Außerdem hat der Sänger zahlreiche unvollendete Projekte und unveröffentlichte Musik hinterlassen. Ein weiterer Punkt bei der Anhörung dürfte die Höhe der Zuwendungen für Katherine Jackson und ihre Enkel sein. Anwälte beider Seiten stimmen darin überein, dass eine Regelung notwendig ist.

AP/DPA / AP / DPA