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Miss-Wahlen: Drei auf einen Streich

Berlin hat gleich drei Schönheitsköniginnen: Jeanette Bremer, Isabelle Knispel und Vera Gafron sind die schönsten Hauptstädterinnen. Die ungewöhnliche Dreier-Kombination ist dem Trick eines Geschäftsmanns zu verdanken.

Welche ist es denn nun? Die große Blonde, die kleine Schwarze oder die üppige Schönheit mit den Traummaßen? Es scheint so, als konnte die Hauptstadt sich nicht entscheiden: Am Ende des Tages gab es bei drei Veranstaltungen am Sonntag drei Schönheitsköniginnen. Und das auch noch am selben Ort direkt hintereinander.

Die Miss Germany Corporation (MGC), die Miss Germany Organisation (MGO) und Model of the World führten in der Berliner Gropius-Passage ihre Vorentscheide durch. Normalerweise gehen sich die konkurrierenden Veranstalter aus dem Weg, doch dieses Mal wurden sie ausgetrickst. Der Center-Manager der Gropius-Passagen hatte den Organisationen erst nach Vertragsunterzeichnung erzählt, dass er auch die Konkurrenz unter Vertrag hat.

So kam es am Sonntag zum Schönheitswettkampf um die schönste Frau der Stadt. Los ging's mit dem Titel "Model of Berlin", danach wurde von MGC und MGO gleich zwei Mal nach der Miss Berlin gesucht. Die Siegerinnen sind die Bürokauffrau Jeanette Bremer, die Schülerin Isabelle Knispel und die Studentin Vera Gafron.

"Normalerweise gibt es ja an so einem Tag nur eine Siegerin", sagt Vera Gafron nach der Veranstaltung. Offenbar nicht ganz ohne Ärger darüber, dass nicht nur sie allein im Fokus der Kameras steht, sondern auch ihre Konkurrentinnen. Viviane Günther von der MGC kann der ungewöhnlichen Situation sogar eine positive Seite abgewinnen: "Jetzt sehen die Zuschauer auch mal, welche Qualitätsunterschiede zwischen den Wettbewerbern bestehen."

Dass es nochmal zum Triumvirat der Schönheitsköniginnen kommt, ist dennoch eher unwahrscheinlich. Es sei denn, es findet sich im nächsten Jahr wieder ein cleverer Geschäftsmann, der die Veranstalter austrickst.

Mai