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MISS WORLD: Wer ist die Schönste?

In London findet am Samstag die heftig umstrittene Wahl der Miss World statt. Als deutsche Teilnehmerin ist die eigentlich drittplatzierte Miss Bayern, Indira Selmic, dabei.

Unter starken Sicherheitsvorkehrungen hat am Samstagnachmittag in London die heftig umstrittene Miss-World-Wahl begonnen. Der Schönheitswettbewerb mit 92 Teilnehmerinnen war nach schweren Ausschreitungen vom ursprünglichen Austragungsort in Nigeria in die britische Hauptstadt verlegt worden. Auch dort stößt die Show auf Kritik. Sie wird von keinem einzigen britischen Fernsehsender übertragen. Demonstranten tauchten vor dem Austragungsort Alexandra Palace im Norden Londons aber nicht auf. »Dies ist eine anachronistische, von großen Problemen geplagte Veranstaltung«, schrieb der »Guardian« am Samstag.

Verlegung kostete »Vermögen«

Organisatorin Julia Morley (63) hat inzwischen eingeräumt, dass sie die Verlegung aus Nigeria vor zwei Wochen ein »Vermögen« gekostet hat. Zusätzliche Finanzschwierigkeiten wurden ihrem Unternehmen Miss World Holdings noch in letzter Minute von einer früheren nigeranischen Mitveranstalterin verursacht. Die Gläubigerin erwirkte beim High Court in London am Freitag per einstweiliger Verfügung eine Sperrung der Konten von Miss World Holdings, weil ihr angeblich mehr als 500 000 Pfund (800 000 Euro) nicht ausgezahlt wurden. Morley hat damit weder Zugriff auf die Konten, noch kann sie über Einnahmen aus Werbeverträgen oder Kartenverkäufen verfügen.

Der »Daily Telegraph« spekulierte sogar, dass die Liquiditätsschwierigkeiten noch in letzter Minute zu einer Absage des Wettbewerbs führen könnten. Die Kosten der Veranstaltung wurde in den britischen Medien auf bis zu eine Millionen Pfund beziffert. Normalerweise sollte der Wettbewerb weltweit in 142 Länder übertragen werden. Die Zuschauerzahl lag in den vergangenen Jahren schätzungsweise bei zwei Milliarden Menschen. (Achtung: Folgt Zusammenfassung bis 1800)

Nur mit Begleitschutz auf die Toilette

Die deutsche Vertreterin bei der Miss-World-Wahl in London, Indira Selmic (24), steht nach eigenen Angaben unter strengem Personenschutz. »Wenn wir hier auf die Toilette gehen wollen, werden wir von einer Sicherheitsbeamtin begleitet«, sagte Selmic am Donnerstag in London der Hörfunkagentur dpa/Rufa. »Es ist wirklich eine Super-Security da.« Angst mache ihr das aber nicht: »Ich find? es eigentlich ganz okay.«