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Missbrachsvorwurf: Roman Polanski will kein Mitleid, "sondern faire Behandlung"

Roman Polanski hat den USA vorgeworfen, mit seiner angestrebten Auslieferung für den Prozess wegen eines 33 Jahre zurückliegenden Missbrauchsfalls vor allem die Sensationslust der Medien befriedigen zu wollen.

Roman Polanski hat den USA vorgeworfen, mit seiner angestrebten Auslieferung für den Prozess wegen eines 33 Jahre zurückliegenden Missbrauchsfalls vor allem die Sensationslust der Medien befriedigen zu wollen. Der zuständige Staatsanwaltschaft Steve Cooley brauche in seinem Wahlkampf Publicity, schrieb der Filmemacher am Sonntag im Internet. Er wolle kein Mitleid, sondern "fair behandelt werden wie jeder andere auch".

Das Verfahren gegen ihn sei ungerecht und voller Widersprüche, erklärte Polanski im Online-Magazin "La Règle du Jeu" des französischen Philosophen Bernard-Henri Lévy. Dem Starregisseur wird vorgeworfen, 1977 eine damals 13-Jährige vergewaltigt zu haben. Er wurde vor sieben Monaten in Zürich festgenommenund steht derzeit in seinem Chalet in der Schweiz unter Hausarrest. Für die Kaution von 4,5 Millionen Franken (rund drei Millionen Euro) habe er eine Hypothek aufgenommen, erklärte Polanski. Über seine Auslieferung an die USA entscheidet die Schweizer Justiz.

APN / APN