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Buckingham Palast Mitarbeiter bestiehlt die Queen und verkauft die Sachen bei Ebay

Mitarbeiter bestiehlt die Queen
Adamo Canto wurde als Mitarbeiter der Queen im Buckingham Palast zum Dieb
© Kirsty O'Connor/PA Wire; Ben Stansall/PA Wire / Picture Alliance / DPA
Er sollte Essen servieren und Räume reinigen – dabei wurde Adamo Canto zum Langfinger. Der Brite bekannte sich schuldig, die Queen bestohlen zu haben. Einen Teil der Sachen verkaufte der 37-Jährige bei Ebay.

Kürzlich suchten Prinz William und seine Frau Kate per offizieller Stellenanzeige eine Haushaltshilfe für ihre Wohnung im Kensington Palast. Diskretion und Belastbarkeit waren zwei der Kriterien, die Bewerber für den Job mitbringen sollten. Auf Integrität und Ehrlichkeit sollten Mitarbeiter des königlichen Hofes aber auch geprüft werden, wie der Fall des Briten Adamo Canto zeigt.

Der 37-Jährige arbeitete im Buckingham Palast und gestand jetzt, zwischen November 2019 und August 2020 drei Diebstähle begangen zu haben. Als Service- und Reinigungskraft hatte Canto direkten Zugang zu zahlreichen Räumlichkeiten.

Eine Position, die der Brite zu seinen Gunsten ausnutzte: Der Angestellte entwendete rund 77 Gegenstände aus dem Shop des Buckingham Palastes, Personalschließfächern sowie einem Lagerraum von Prinz Andrew. Die Polizei fand einen Teil der Beute in Cantos Wohnung, darunter etwa signierte Fotografien von Prinz William, Herzogin Catherine und Prinz Harry. Auch ein Fotoalbum mit Aufnahmen vom Staatsbesuch Donald Trumps im Juni 2019 ließ der Mitarbeiter mitgehen.

Besitztümer der Queen bei Ebay verkauft

Zu den wertvollsten Stücken gehörten zwei Medaillen hochrangiger Offiziere. Er habe erst gemerkt, dass die Medaille fehlte, als er sie für die Geburtstagsparade der Queen anlegen wollte, sagte Charles Anthony Johnstone-Burt, Vize-Admiral der Royal Navy. Adamo Canto hatte den Orden da bereits bei Ebay verkauft – für umgerechnet rund 390 Euro.

Der Angestellte wollte mit den Besitztümern der Queen wohl ordentlich Kasse machen. Fast die Hälfte der gestohlenen Gegenstände landeten auf der Auktionsplattform und brachten Canto etwa 8600 Euro ein– ein riesiges Verlustgeschäft. Denn laut Staatsanwaltschaft sind die entwendeten Objekte bis zu 111.000 Euro wert.

Adamo Canto bekannte sich vor Gericht schuldig und kam gegen Zahlung einer Kaution auf freien Fuß. Ein Urteil wurde noch nicht gesprochen, aber dem 37-Jährigen könnte für seine Taten auch eine Gefängnisstrafe drohen.

Quellen:BBC, "People"

jum

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