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Nationalhymne: Einigkeit und Recht und Heino

Am vergangenen Wochenende hatte Schlagersänger Heino angekündigt, dass er im Herbst seine Karriere nach 50 Jahren beenden will. Vor seinem geplanten Abschied hat er aber noch einen letzten, patriotischen "Herzenswunsch".

Heino möchte die deutsche Nationalhymne beim Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft am 9. Juni 2006 in der Münchner Allianz-Arena singen. "Es wäre der krönende Abschluss meiner Karriere, bei der WM die Hymne singen zu dürfen", zitierte die "Bild"-Zeitung den Sänger. "Und ich glaube, dieser Ehre gerecht zu werden."

Heino will´s besser machen als Sarah

Heino hatte 1997 als erster deutscher Sänger die Nationalhymne auf Schallplatte gesungen. "Ich habe dafür Schimpf und Schande geerntet", sagte der 66-Jährige. "Heute maßt sich jeder an, die Hymne zu singen, aber die meisten scheitern kläglich." Das darf wohl als ein eindeutiger Seitenhieb Richtung Sarah Connor verstanden werden. Die Pop-Sängerin hatte sich bis auf die Knochen blamiert, als sie die Hymne bei dem Eröffnungsspiel des FC Bayern München gegen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der neuen Münchner Allianz-Arena sang. Statt "Blüh im Glanze dieses Glückes" intonierte sie dabei "Brüh im Lichte dieses Glückes".

Das kann Heino nach eigenem Bekunden besser. Er sang die Hymne öffentlich zuletzt 1996 vor dem Abschiedskampf von Boxer Henry Maske in der Münchner Olympiahalle. "Es war ergreifend", sagte er dem Blatt. "16.000 Menschen stimmten damals mit ein. Bei der WM könnten wir das auf 66.000 steigern."

Ob der Wunsch des Sängers erfüllt werden wird, ist allerdings noch offen. Ein Sprecher des zuständigen Organisationskomitees der FIFA in Frankfurt am Main sagte der AP, die Planungen für die Eröffnung der WM seien noch geheim.

AP / AP