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Neue "Two and a half Men"-Staffel Ashton Kutcher macht's noch mal


Nach langem Hin und Her bleibt Charlie-Sheen-Ersatz Ashton Kutcher nun doch für eine zweite Staffel bei "Two and a half Men". Allerdings für weitaus weniger Gage als sein Vorgänger.
Von Frank Siering, Los Angeles

Lange ging es hin und her. Ashton Kutcher, 33, tat so, als sei er sich nicht sicher, ob er für eine weitere Staffel von "Two and a half Men" zur Verfügung stünde. Und aus Studiokreisen hieß es, Kutcher sei vielleicht doch nicht der Richtige. Immerhin rauschte die Sendung, die einst mit Charlie Sheen, 46, Kultstatus erreicht hatte, in den letzten Wochen in den absoluten Quotenkeller.

Nun also wurde man sich doch noch irgendwie einig. Kutcher kehrt als trotteliger Internet-Millionär Walden Schmidt für eine zweite Staffel nach der Sommerpause zurück. Allerdings nicht für das Honorar, das einst sein Vorgänger Sheen einstreichen konnte. So soll Kutcher nach Informationen vom Branchenblatt "Hollywood Reporter" knapp 725.000 Dollar pro Folge verdienen. Das sind "nur" 25.000 Dollar mehr, als die Summe, die er in seiner ersten Saison erhalten haben soll.

Zum Vergleich: Charlie Sheen bekam 1,25 Millionen Dollar für eine Episode als Charlie Harper. Kutcher hatte angeblich eine Million Dollar pro Show gefordert, wurde aber von den Produzenten ausgebremst. Freilich, auch ein Gehalt von rund 16 Millionen Dollar für die Staffel einer TV-Serie ist kein Pappenstiel. Aber in Hollywood gelten nun mal andere Maßstäbe, und nach denen hat Kutcher den hinter den Kulissen stattfindenden Popularitäts-Wettkampf mit seinem Vorgänger glatt verloren.

Eine unsichere Zukunft

"Keine Frage, Ashton kann Charlie nicht das Wasser reichen, das zeigt auch dieser neue Deal", so ein Manager von CBS. Hinzu kommt, dass Sheen in den letzten zwei Jahren sogenannte "Backend Deals" in seinen Vertrag hat aufnehmen lassen. Vereinbarungen, die sein Gehalt Schätzungen zufolge auf rund zwei Millionen Dollar pro Episode haben ansteigen lassen. Kutcher hat keinen solchen Deal.

Weiterhin unsicher ist auch, wie lange Angus Jones, er spielt den Sohn von Jon Cryer in "Two and a half Men", noch mit dem Ensemble vor der Kamera stehen wird. Aus dem Umkreis des mittlerweile 18-Jährigen ist zu hören, dass er seine Schauspielkarriere eigentlich gerne für ein Studium unterbrechen möchte. Aus Produktionskreisen hieß es allerdings auch, dass sowohl Jones wie auch Cryer kurz davor stehen würden, einen weiteren Jahresvertrag mit CBS zu unterschreiben.

Das Hickhack um die Vertragsverlängerungen lässt darauf schließen, dass die Serie in dieser Konstellation wohl nur noch ein Jahr lang bestehen wird. Inzwischen wurde auch bekannt, dass der Co-Schöpfer und Executive Producer, Lee Aronsohn, das sinkende Quotenschiff verlässt und für eine weitere Staffel nicht mehr zur Verfügung steht. Vielleicht heuert er ja bei Charlie Sheen an. Der dreht im Moment, nur ein paar Straßen weiter, seine neue Sitcom "Anger Management" ab. Und Sheen, so tönt der 46-Jährige auf unzähligen Partys in Hollywood, fühle sich "großartig", was die neue Show angeht. "Ein echter Knüller, eine Sendung, die den Leuten endlich mal wieder was zum Lachen gibt", verbreitet er. Die kleinen Seitenhiebe gegen seine alten Arbeitgeber kann Sheen sich halt nach wie vor nicht verkneifen.


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