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Ottos Ehe am Ende: Untreue ist auch keine Lösung

Jahrelang führten Otto Waalkes und Eva Hassmann eine offene Beziehung und hatten dies als Geheimnis ihrer Liebe proklamiert. Nun ist ihre Ehe dennoch nach elf Jahren gescheitert.

Getrennte Wege gingen sie schon wenige Monate nach der Hochzeit. Zumindest waren Otto Waalkes und Eva Hassmann nach ihrer Eheschließung vor elf Jahren immer seltener zusammen zu sehen. Immer wieder brodelten Gerüchte auf, das Paar habe sich getrennt. Die erste Krise gab es schon nach einem halben Jahr Ehe: In einem Kölner Promi-Restaurant wurde Waalkes im Sommer 2001 flirtend mit der Chefin der Ottifanten-Abteilung gesichtet. Ehe in der Krise?, fragte der Boulevard. Doch die Ehe von Otto Waalkes und Eva Hassmann hielt. Elf Jahre lang.

Jetzt hat es sich ausgeblödelt, zwischen dem Komiker und der 25 Jahre jüngeren Schauspielerin. "Man soll immer aufhören, wenn es am schönsten ist, und nicht warten, bis es irgendwann nicht mehr schön ist", sagte der Entertainer aus Ostfriesland der "Bild"-Zeitung. Seit drei Monaten sollen sich Hassmann und Waalkes bereits nicht mehr gesehen haben. Seine Noch-Ehefrau stellt auf ihrer Homepage fest, dass das Paar einfach zu verschieden sei.

"Von morgens bis abends geliebt"

Vor elf Jahren war man von dieser Erkenntnis noch weit entfernt. In der Nähe von Hamburg gaben sich der damals 52-Jährige und die 27-jährige Blondine, die zuvor gemeinsam für "Otto – Der Katastrofenfilm" vor der Kamera gestanden hatten, das Ja-Wort. Otto hatte sich erst im Jahr zuvor von seiner ersten Frau, Manou, scheiden lassen, um die Theaterschauspielerin aus Oldenburg zu ehelichen. Nach der Trauung im kleinen Kreis flitterte das Paar in Cannes. "Wir haben genau das getan, was wir auch sonst tun", verriet die Braut nach der Reise offen, "wir haben uns von morgens bis abends geliebt und nachts geschlafen."

Dass es das Paar mit der Treue nicht allzu ernst nahm, ließ sich es in den Jahren darauf immer wieder vermuten. Schon wenige Monate nach der Hochzeit verriet Hassmann einem Magazin ihre Lebensphilosophie: "Soll die Ehe glücklich sein, lass öfter mal Schlawiner rein". Sie ging alleine nach Los Angeles, nahm dort Schauspielunterricht. Dort wurde ihr vor ein paar Jahren auch eine Liaison mit dem Filmkomponisten Harald Kloser nachgesagt. Für Otto schien das nie ein Problem zu sein. Vor sechs Jahren beschrieb er der Illustrierten "Bunte" seine Partnerschaft mit Hassmann als "Künstlerehe" und offene Beziehung: "Da hat jeder seine Freiheiten. Da kann jeder machen, was er will." Manchmal sähen sie sich Wochen und Monate nicht, sagte er damals.

Ottos Ehe-Geheimnis

Eva Hassmann arbeitete als Frau von Otto Waalkes fleißig an ihrer Karriere. Sie drehte ein paar Filme ("Speer und er", "Brautpaar auf Probe"), in den letzten drei Jahren wurde es jedoch eher still um die Schauspielerin. Das Gegenteil war bei Otto der Fall: 2004 wurde sein Kinofilm "7 Zwerge – Männer allein im Wald" ein Kassenschlager. Es folgten "7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug" und "Otto's Eleven". In dem erfolgreichen US-Animationsfilm "Ice Age" lieh er dem Faultier Sid seine Stimme. Ottos Deutschlandtourneen waren nicht selten ausverkauft. Für dieses Jahr ist eine weitere Tour in Planung. Vor ein paar Tagen war er bei Harald Schmidt zu Gast, am Samstag bei Thomas Gottschalk, Sonntagabend war er in der Jubiläumsfolge des "Traumschiffs" im ZDF zu sehen.

So rosig wie mit der Karriere, schien es privat schon länger nicht mehr zu laufen. Gemeinsame Auftritte von Waalkes und Hassmann hatten Seltenheitswert. Auch wenn Waalkes noch vor einem Jahr das Glück seiner Liebe beteuerte und als Ehe-Geheimnis in einem Interview "andere Partner" angab: "Sie bereichern das Leben. Wenn du das Verlangen hast, musst du dem nachgeben".

Nun ist die Ehe, die es scheinbar lange Zeit nur auf dem Papier gegeben hat, gescheitert. Eva Hassmann wohnt bereits allein in Berlin und freut sich darauf, "einen neuen Anfang zu finden". Als Otto Waalkes am Samstagabend bei "Wetten, dass..?" auf dem Sofa saß, ließ er sich noch nichts von der Trennung anmerken, die seine Noch-Ehefrau am Tag darauf publik machte. Dass er sich an diesem Abend als Nachfolger von Thomas Gottschalk ins Gespräch brachte, hat nun eine neue Bedeutung: Otto ist wieder offen für Neues.

kmi