Paris Hilton Die 2000er waren für sie "extrem schmerzhaft"

Für Paris Hilton waren die 2000er "extrem schmerzhaft".
Für Paris Hilton waren die 2000er "extrem schmerzhaft".
© imago/Avalon.red / Xavier Collin / Avalon
Paris Hilton blickt auf ihre dunkelste Zeit zurück: Die 2000er waren für sie "extrem schmerzhaft" - wegen eines "Dämons" in ihrem Kopf.

Die 2000er machten Paris Hilton (44) zum Weltstar - doch für sie selbst waren diese Jahre die Hölle. In einer neuen Folge des Podcasts "The Him & Her Show", die am 26. Januar erscheint, spricht die Unternehmerin offen über ihr inneres Leiden während der Zeit ihres größten Ruhms, wie "People" vorab berichtet.

"Ich habe so viele Dinge in meinem Leben durchgemacht, und besonders in den 2000ern, mit allem, was ich mit den Medien durchmachte - das war so, so extrem schmerzhaft", erinnert sich Hilton im Gespräch. Was damals kaum jemand ahnte: Hinter der schillernden Fassade der "Simple Life"-Darstellerin tobte ein erbitterter Kampf.

Ein unsichtbarer Feind

Der Grund für ihr Leiden hat einen Namen: Rejection Sensitive Dysphoria, kurz RSD. Diese Begleiterscheinung ihrer ADHS-Erkrankung, die erst mit Ende 20 diagnostiziert wurde, sorgt für extreme emotionale Reaktionen auf Ablehnung oder Kritik. Hilton erklärt: "Fast wie ein Dämon in deinem Kopf, der negative Selbstgespräche mit dir führt."

Dass es für ihre Empfindungen überhaupt einen Begriff gibt, erfuhr die Hotelerbin erst durch den Austausch mit anderen Betroffenen. "Ich wusste vorher nicht einmal, was das ist", gibt sie zu. Doch je mehr Menschen mit ähnlichen Erfahrungen sie kennenlernte, desto klarer wurde ihr, dass sie mit diesen Gefühlen nicht allein ist.

Eine Kindheit voller Selbstzweifel

Die Wurzeln ihrer Schwierigkeiten reichen weit zurück. "Als ich aufwuchs, sprach niemand über ADHS", erzählt Hilton. Schon in der Schule kämpfte sie: "Es war so schwer für mich, mir Dinge zu merken. Ich habe ständig meine Hausaufgaben verloren und Ärger mit den Lehrern bekommen." Die kleine Paris glaubte damals, mit ihr stimme grundsätzlich etwas nicht.

Statt Hilfe zu suchen, versteckte sie ihre Gefühle. "Ich war einfach traurig, aber dann habe ich es maskiert oder so getan, als wäre alles in Ordnung", beschreibt sie ihre Überlebensstrategie. Der ständige Druck, ihre wahren Gefühle zu verbergen, zehrte an ihr. "Es ist erschöpfend, das tun zu müssen und sich so zu fühlen."

Vom Leiden zur Stärke

Heute blickt die 44-Jährige mit anderen Augen auf ihre Neurodiversität. "Jetzt sehe ich es als Superkraft", sagt sie. "Ich bin so kreativ. Ich denke ständig an neue Ideen. Ich wäre nicht die Person, die ich heute bin, ohne es." Im vergangenen Jahr startete sie eine YouTube-Serie namens "Inclusive by Design", um anderen Betroffenen Mut zu machen.

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