Paris Hilton Morddrohungen aus dem Knast


Paris Hilton muss sich für ihren Gefängnisaufenthalt warm anziehen: Im Internet sind Todesdrohungen von Knast-Insassen aufgetaucht, denen die Hotel-Erbin bald gegenüberstehen könnte. Andere Häftlinge trachten nicht nach Paris' Leben - wollen aber ihre Schuhe.
Von Anne Webler

Passanten in Beverly Hills staunten nicht schlecht, als Paris Hilton am Steuer ihres silbernen Bentley um die Ecke bog. Wenige Tage, bevor die Hotel-Erbin am 5. Juni ihre 45-tägige Haft antritt, darf sie wieder Auto fahren. Ihr viermonatiges Fahrverbot ist erloschen. Die lästige Einschränkung der Mobilität ist damit erledigt. Ein größeres Problem jedoch noch nicht: Die 26-Jährige wird nach wie vor bald ihre Haftstrafe antreten müssen.

Aber Paris gibt nicht auf. Erst schrieb sie eine Petition an den kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger, in der sie ihn bittet, ihr zu verzeihen. Jetzt versucht die Millionärin auch auf anderem Wege, gegen das Knast-Urteil vorzugehen. Offenbar fühlte sie sich von ihrem bisherigen Anwalt nicht ausreichend vertreten und feuerte ihn kurzerhand. Ihr neuer Anwalt, Richard Hutton, ist Experte für Anklagen wegen Trunkenheit am Steuer. Anscheinend vertritt Hutton seine neue Mandantin künftig nicht nur vor Gericht, sondern betätigt sich auch als ihr Image-Berater.

Versuch, die Hafttage zu reduzieren

Es sieht so aus, als habe er ihr schon klare Anweisungen erteilt, wie sie sich verhalten soll: Denn Paris Hilton gab jetzt eine offizielle Erklärung ab, sie fühle sich in den Medien falsch dargestellt und wolle das Bild korrigieren. Sie erwarte nicht, besser als andere behandelt zu werden, niemand stünde über dem Gesetz. Diese Einsicht kam zufällig kurz nachdem sich der neue Anwalt des Falls angenommen hatte. Die neu verordnete Taktik heißt anscheinend: Reue zeigen, guten Eindruck schinden und auf keinen Fall arrogant wirken. Das Ziel ist offensichtlich, eine Reduzierung der Hafttage zu erwirken.

Die Frage, ob Paris Hilton den Gefängnisaufenthalt verdient oder nicht, spaltet die Fangemeinde auf beiden Seiten des Atlantiks. Unzählige Anhänger unterzeichneten bereits die Petition an Arnold Schwarzenegger und fordern, Milde walten zu lassen. Aber die Hotel-Erbin scheint fast ebenso viele Gegner wie Fürsprecher zu haben. Auf gleich mehreren Internetseiten können User Petitionen unterschreiben, die die volle Haftstrafe für Paris Hilton fordern - oder gleich, sie möge sich bitte ganz aus der Öffentlichkeit zurückziehen.

"Paris, bitte geh einfach"

Auf der Website www.goawayparis.com haben die "Bürger für ein besseres Amerika" ein Musikvideo eingestellt, in dem sie Paris Hilton mitteilen, dass sie ihrer überdrüssig sind. In Anspielung an ihr 2004 veröffentlichtes Buch "Confessions of an Heiress" und den im Internet aufgetauchten Pornofilm "One Night in Paris" heißt es im Lied: "Ich sah ihr Bild in der Zeitschrift, ich sah ihr Buch im Geschäft, und sie hatte Sex auf meinem PC-Bildschirm, aber mehr kann ich einfach nicht ertragen." Und weiter: "Das geht an Dich, Paris Hilton, wirst Du mir zuhören, wenn ich sage, Du hast alles was Du willst, also bitte geh einfach."

Von solchen Anti-Fans lässt sich Paris Hilton nicht einschüchtern. Was ihr allerdings Medienberichten zufolge Angst macht, sind Drohungen von Knast-Insassen, denen sie bald gegenüberstehen könnte: Auf Hiltons Myspace-Internetseite sind Todesdrohungen aus der Century Regional Detention Facility eingegangen sein, dem Gefängnis, in dem die Millionärin wohl bald 45 Tage einsitzen muss. Ein Häftling soll geschrieben haben, dass sie Paris die Schuhe klauen wolle, eine andere schreibt, sie wolle Paris umbringen. Paris Hilton forderte daraufhin angeblich Polizeischutz für ihren Gefängnis-Aufenthalt.


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