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Großbritannien Lebenslange Haft: Ehemaliger "X-Factor"-Kandidat als Serienvergewaltiger verurteilt

Der ehemalige X-Factor-Kandidat Philipp B. auf einem Polizeifoto
Der ehemalige X-Factor-Kandidat Philipp B. wurde in England zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt
© Warwickshire Police
In Großbritannien ist ein ehemaliger "X-Factor"-Kandidat zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Der 56-Jährige gestand vor Gericht, über einen Zeitraum von 22 Jahren mehrere Frauen sexuell missbraucht zu haben. Seine Taten hielt er auf einer Videokamera fest.

In Großbritannien ist ein britischer ehemaliger Kandidat der Castingshow "X-Factor" zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Mehr als 20 Jahre lang soll der 56-Jährige immer wieder Frauen vergewaltigt und sexuell missbraucht haben, bis ihm die Polizei letztlich auf die Schliche kam. Der ehemalige Aushilfslehrer aus der Kleinstadt Launceston hatte vor Gericht 13 Vergewaltigungen und etliche weitere sexuelle Übergriffe gestanden.

Seine brutale Missbrauchsserie begann laut Polizeibericht bereits in den späten 1990er Jahren. Dabei maskierte er sich mit einer Sturmhaube, griff die jungen Frauen, die frühmorgens allein unterwegs waren, von hinten an, packte sie am Kopf und an den Haaren und stieß sie zu Boden, um sie dann zu vergewaltigen.

Opfer über Phillip B.: "das reine Böse"

Wie die britische "Sun" berichtet, soll er die Hände der Opfer mit Gaffa-Tape gefesselt und einigen sogar die Augen zugeklebt haben. Zudem soll er sich bei den Taten mit einem Camcorder gefilmt und mit einem irischen Akzent gesprochen haben. Der Richter beschrieb ihn unter anderem als "klug, berechnend, hinterhältig und manipulativ". Eines seiner Opfer beschrieb ihn als "das reine Böse". Einigen Frauen soll er gesagt haben: "Ich möchte, dass du das genießt." Um sie daran zu hindern, die Polizei zu rufen, drohte er ihnen. So soll er zu einer der Frauen gesagt haben: "Du hast einen wunderschönen Körper, und ich kann das immer und immer wieder tun, weil ich weiß, wo du wohnst". 

2008 wurde er durch "X-Factor" bekannt

Selbst der Richter zeigte sich angesichts der Taten schockiert: "Während meiner 35 Jahre im Strafrecht, kann ich mich an keine gefährlichere Person erinnern – abgesehen von Mördern." Für seine Taten wurde B. zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Mindestens neun Jahre wird er absitzen müssen, bevor er für eine Bewährung in Frage kommt. 

Blackwell erlangte im Jahr 2008 nationale Berühmtheit mit einer Coverversion des Songs "Gold" von Spandau Ballet, bei der er die letzte Note besonders lange hielt. Die Juroren konnte er damit zwar nicht beeindrucken, jedoch ging ein Video davon im Internet viral, weshalb er im Jahr darauf mit anderen X-Factor-Stars, wie der Gewinnerin Alexandra Burke und der zweitplatzierten Band JLS, in England auf Tour gehen durfte. 

Quellen:Warwickshire Police, "The Sun"

jek

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