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USA: Auf einmal lobt Meghan-Hasser Piers Morgan die Herzogin – das steckt dahinter

Die Fehde zwischen Piers Morgan und Herzogin Meghan verlief bislang eher einseitig. Der Moderator schimpfte über Meghan, was das Zeug hielt. Sie blieb derweil ruhig. Jetzt findet Morgan auf einmal lobende Worte für die Amerikanerin.

Herzogin Meghan und Piers Morgan

Herzogin Meghan war bislang Piers Morgans Feindbild. Jetzt hat der Journalist die Amerikanerin gelobt.

Picture Alliance / DPA

Er ließ kein gutes Haar an Meghan Markle, der Herzogin von Sussex. Piers Morgan mauserte sich in den vergangenen zwei Jahren zum lautesten Kritiker der US-Amerikanerin, beschimpfte sie in seiner TV-Sendung "Good Morning Britain" aufs Übelste, schrieb wütende Kommentare in der "Daily Mail" oder pöbelte auf seinem Twitter-Account. Meghan ließ die oft frauenfeindliche Kritik an sich abperlen.

Piers Morgan lobt Meghan Markle

Doch jetzt scheint die 38-Jährige dem latent cholerischen Journalisten imponiert zu haben. Der Grund ist ihre Video-Rede, die sie für die Abschlussklasse ihrer ehemaligen High School in Los Angeles aufgenommen hatte. Darin bestärkte sie die jungen Absolventinnen, wählen zu gehen und fand emotionale Worte zu den aktuellen Unruhen in den USA. In einem aktuellen Kommentar fordert jetzt Piers Morgan den US-Präsidenten Trump dazu auf, sich ein Beispiel an Meghan zu nehmen. "Wenn es Meghan Markle obliegt, dem Präsidenten eine Lektion zu erteilen, wie er in einer Zeit wie dieser Führungsstärke zeigen kann, dann ist das schon etwas Besonderes", schreibt er.

Er sei nie Meghans größter Fan gewesen, sagt Morgan, doch die Herzogin habe in ihrer Rede den "perfekten Ton" angeschlagen. Sie sagte: "Ihr müsst Mitgefühl haben für diejenigen, die die Welt nicht durch dieselbe Linse sehen wie ihr." Genau diese Einstellung fehle Trump, argumentiert der britische Journalist. "Das amerikanische Volk leidet. Es leidet sehr schwer", sagt er.

Herzogin Meghan

Herzogin Meghan fand die richtigen Worte

Empathie, wie Meghan sie an den Tag gelegt habe, fehle dem Präsidenten gänzlich. Beeindruckt habe Morgan auch, dass Meghan auf ihre eigenen Erfahrungen mit Rassismus zurückgriff und darüber sprach, wie es für sie war, die Proteste gegen Rassismus 1992 in Los Angeles mitzuerleben.

"Ich erinnere mich an die Ausgangssperre und ich erinnere mich, wie ich nach Hause geeilt bin und auf der Heimfahrt Asche vom Himmel fallen sah, den Rauch roch und die Rauchschwaden aus den Gebäuden herausschweben sah. Ich erinnere mich, dass ich Männer hinten in einem Lieferwagen sah, die nur Waffen und Gewehre in der Hand hielten. Ich erinnere mich, wie ich das Haus hochzog und den Baum sah, der schon immer da gewesen war, völlig verkohlt. Und diese Erinnerungen verschwinden nicht", verriet die ehemalige "Suits"-Darstellerin. 

Nachdem er sie als "Me-Me-Meghan" bezeichnet und ihr vorgeworfen hatte, "rücksichtslos", "weinerlich" und "egoistisch" zu sein, ist dieser Sinneswandel von Piers Morgan doch bezeichnend. 

Quelle: "Daily Mail"

ls