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Pop-Ikone: Madonna gibt sich selbstkritisch

"Die Sucht, allen Superlativen hinterherzurennen, ist sehr amerikanisch." Kurz vor Erscheinen ihres neuen Albums zeigt sich Madonna geläutert.

Die US-Pop-Diva Madonna gibt sich neuerdings selbstkritisch. "Mein ganzes Leben war eine einzige egoistische Nummer", sagte sie in einem Interview mit der Zeitung "Bild am Sonntag".

"Alles in meinem Leben drehte sich immer nur um mich. Ich wollte nur nach oben", sagte die 44-Jährige. In ihrem jahrelangen Kampf um Anerkennung habe sie nur eine Botschaft gehabt: "Ich, ich und nochmals ich." Mit ihren oft freizügigen Videos oder den in dem Buch "Sex" abgedruckten Nacktfotos habe sie nur schnell berühmt werden wollen.

"Aber ich habe mich verändert und weiterentwickelt", fügte sie hinzu. Seit sie Mutter sei, beschäftige sie sich mehr damit, wie sich die Welt um sie herum verändere. "Die Prioritäten verschieben sich eben, wenn man Kinder hat." Sie frage sich, welche Auswirkungen die Entwicklung der "Welt in der wir leben" auf ihre beiden sechs und zwei Jahre alten Kinder habe und ob diese ihnen gut tue.

Allerdings habe sie feststellen müssen: "Alles ist schön, glatt, wunderbar - und eine einzige gigantische Täuschung." Gerade den Menschen in den USA gehe es nur darum, berühmt zu werden, reich zu sein und gut auszusehen. "Die Sucht, allen Superlativen hinterherzurennen, ist sehr amerikanisch. Aber ich glaube, dass im Kern die ganze Welt unter dieser Besessenheit leidet."

Madonna zählt seit bald 20 Jahren zu den erfolgreichsten und einflussreichsten Pop-Stars der Welt. Ende April soll ihr neues Album "American Life" erscheinen.

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