Porträt Spanischer Märchenprinz auf Deutschlandbesuch


Der spanische Thronfolger Prinz Felipe ist in Deutschland. In den kommenden Tagen besucht der Junggeselle Berlin und Dresden.

Umfragen zufolge ist er der begehrteste Junggeselle Europas. Der spanische Kronprinz Felipe. Schenkt man seinen Worten Glauben, bleibt er auch noch eine Weile Single: Es gebe "keine Neuigkeiten, keine Namen, und auch keine Pläne für die Zukunft", verkündete Felipe im Januar anlässlich seines 35. Geburtstages. Von Montag bis Donnerstag weilt Don Felipe Juan Pablo Alfonso de Todos los Santos Bourbon in Berlin und Dresden.

Major und Magister

Seit seiner Trennung von dem norwegischen Fotomodell Eva Sannum vor über einem Jahr wird eine Nachfolgerin gesucht - bis jetzt erfolglos. Deutsche Verehrerinnen des schönen Prinzen von Asturien könnten nun ihre Chance haben: Zum Beispiel bei Live-Auftritten wie bei der Eröffnung des spanischen Kulturinstituts "Instituto Cervantes" in Berlin am Dienstag oder auch bei seinem einen Tag später geplanten Gang durch das Brandenburger Tor mit Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit.

Geboren wurde der Prinz am 30. Januar 1968 in Madrid. Nach der Schule erhielt er zunächst spanischen Militärschliff an mehreren Akademien, was ihm den Majorsrang bei Heer, Luftwaffe und Marine einbrachte. Es folgten ein Jurastudium und anschließend – um für seine kommenden Aufgaben auf dem diplomatischen Parkett besser gerüstet zu sein – der Master im Fach "Internationale Beziehungen" an der renommierten Georgetown Universität in Washington.

Seit seinem Magister 1995 konzentriert er sich ganz auf seine Rolle als Repräsentant seines Landes. "Es ist kein übermäßiges Opfer, meine Verpflichtungen zu erfüllen", sagte er dem asturischen Blatt „La Nueva EspaNa". Er wolle so werden wie sein Vater, Juan Carlos. Felipe ist das jüngste der drei Kinder des spanischen Königspaares. Seine Schwestern Elena und Cristina stehen in der Thronfolge an zweiter und dritter Stelle, beide sind längst verheiratet -Elena mit einem adligen Bankkaufmann, Cristina mit einem Ex-Handballprofi.

Spanier favorisieren Liebesheirat

Geht es nach der Meinung des spanischen Volkes, so dürfte auch der Thronfolger bürgerlich heiraten. Schon vor Jahren sprach sich die Mehrheit der Spanier für eine Liebesheirat aus. Und der Prinz selbst will seine künftige Frau nicht nur nach ihrem gesellschaftlichen Rang und Auftritt beurteilen. Er werde nur eine Frau heiraten, von der er sich geliebt fühle. Sie müsse Spanien "kennen, lieben und repräsentieren können" erklärte er. Kandidatinnen kommen immer wieder ins Gespräch. Im Herbst vergangenen Jahres beispielsweise versetzte ein vom Hof bestätigtes Treffen mit Hollywoodstar Gywneth Paltrow die Klatschpresse in Aufregung.

Allerdings bleibt ihm bei seinem Deutschlandbesuch vermutlich nicht viel Zeit zum Verlieben. Der Prinz ist mit offiziellen Terminen ausgebucht. Neben der Eröffnung des Kulturinstituts stehen auch Besuche bei Bundespräsident Johannes Rau und Bundeskanzler Gerhard Schröder auf dem Programm.


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