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Taufe in Schweden: Treffen sich zwei Baby-Prinzen ...

Kein Witz, in Stockholm ging die Taufe von Prinz Alexander ohne Geschrei und Tränen über die Bühne. Der Sohn von Prinz Carl Philipp und Prinzessin Sofia spielte lieber mit seinem Cousin Prinz Oscar.

Prinz Alexander

Prinz Alexander, der kleine Sohn von Schwedens Prinz Carl Philip und seiner Frau Sofia, ist auf Schloss Drottningholm in Stockholm getauft worden. Zu der Feier am Wohnsitz des schwedischen Königspaars war die ganze Familie angereist. Mitglieder aus den anderen europäischen Königshäusern standen dagegen nicht auf der Gästeliste.

Manche Männerfreundschaften beginnen schon sehr früh. Gerade erst ein paar Monate alt, scheinen sich die beiden schwedischen Baby-Prinzen Oscar und Alexander bereits blendend zu verstehen. Bei Alexanders Taufe sitzen sie am Freitag nebeneinander auf den Schößen ihrer Mütter, nuckeln synchron am Daumen und strecken immer wieder die dicken Ärmchen nacheinander aus. Im Gegensatz zu den kleinen Prinzessinnen Estelle und Leonore, die mal wieder wie wild herumzappeln, haben die Jungen die Ruhe weg.

Alexander lässt Taufe seelenruhig über sich ergehen

Seine eigene Taufe hatte Prinz Oscar, der Sohn von Kronprinzessin Victoria und ihrem Mann Daniel, im Mai sogar fast ganz verpennt. Alexander, das erste Kind von Prinz Carl Philip und seiner Frau Sofia schafft es dagegen immerhin, wach zu bleiben. Seelenruhig lässt es das knapp fünf Monate alte Kerlchen über sich ergehen, als Erzbischöfin Antje Jackelén ihm das Taufwasser über den Kopf tröpfelt. Die gebürtige Deutsche hat auch schon die Zeremonie bei den anderen beiden Enkelsöhnen des Königspaars - Carl XVI. Gustaf und Silvia - übernommen.

Dass in Alexanders Ärmchen nicht nur Babyspeck, sondern auch ganz schön viel Kraft steckt, bekommt die Bischöfin kurz darauf zu spüren. Partout will der Prinz ihren Finger nicht loslassen, den er sich gekrallt hat. Erst nach einigem Rütteln gibt sein Fäustchen ihn frei. Als König Carl Gustaf ihm später den Seraphinenorden umgelegt hat und dem jungen Mann die Hand schütteln will, geht es ihm nicht anders. Der fünffache Opa nimmt es gelassen - und lächelt sein jüngstes Enkelkind an.

Prinz Alexander steht in der Thronfolge an Platz fünf

In der schwedischen Thronfolge spielt Prinz Alexander Erik Hubertus Bertil, wie er mit vollem Vornamen heißt, eine unwesentliche Rolle: Nach seinem Vater belegt er den fünften Platz. Deshalb können seine Eltern die Taufe auch etwas ungezwungener auf Schloss Drottningholm feiern, dem Wohnsitz des Königspaars. Namhafte Royals sind außer der schwedischen Familie nicht anwesend, und Victorias Kinder Oscar und Estelle sitzen ganz leger in Latzhose und pinkem Stoffkleidchen in der Kirche.

Indem er seine große Schwester Victoria zur Taufpatin gemacht hat, hat sich Carl Philip bei der Thronfolgerin revanchiert - bei Estelle war er Pate. Vor der Feier dürfte dem einzigen Sohn des Königs etwas mulmig zumute gewesen sein: Im Mittelpunkt zu stehen ist nicht sein Ding. Als Carl Philip eine Fürbitte vorliest, sieht er die ganze Zeit seine Frau an, die ihn aufmunternd anstrahlt. Mit der Nervosität, die den Prinzen überfällt, wenn er vor anderen sprechen soll, hat er durch das selbstbewusste Ex-Model umzugehen gelernt. Die Gelassenheit bei öffentlichen Auftritten scheint Sofia ihrem Sohn vererbt zu haben. So entspannt wie bei Alexanders Taufe am Freitag dürfte es bei den Royals lange nicht mehr zugegangen sein.

jum/DPA