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Missbrauchsvorwürfe Um einer Klage zu entgehen? Prinz Andrew flieht (mal wieder) nach Schottland

Prinz Andrew
Prinz Andrew (hier im vergangenen Jahr) ist nach Schottland gereist
© Bradley Page / Picture Alliance
Prinz Andrew hat sich erneut auf den Weg gemacht, um die Queen auf Schloss Balmoral zu besuchen. Das könnte rechtliche Hintergründe haben. 

Wenn ich nicht da bin, können sie mich auch nicht kriegen – das könnte sich Prinz Andrew gedacht haben, als er Anfang der Woche in seinen Range Rover stieg und mit Ex-Frau Sarah "Fergie" Ferguson gut 800 Kilometer nach Schottland reiste. Ziel der beiden war Balmoral, die Sommerresidenz der Queen, wo sie schon vor einigen Wochen Urlaub gemacht hatten. Jetzt könnte der Besuch aber noch einen anderen Grund haben. 

Prinz Andrew reist erneut nach Schottland

Denn seit Tagen sollen Andrews Sicherheitsleute US-Anwälte vor seiner Haustür in Windsor abgewiesen haben, die dem Royal rechtliche Dokumente zustellen wollten. Es habe "mehrfache Versuche" gegeben, berichtet die Zeitung "The Sun". Das Gesetz sieht vor, dass Klageschriften persönlich zugestellt werden müssen. Es gibt verschiedene Schlupflöcher, um dieser Zustellung zu entgehen. Nicht zu Hause zu sein, ist eines. 

"Andrew ist in den letzten Wochen in der Royal Lodge völlig durchgedreht. Er ging nicht reiten und konnte nicht nach draußen gehen, weil man versuchte, ihm die juristischen Papiere zuzustellen", erklärt ein Insider der "Sun". "Er weiß, dass er in Balmoral auf dem Anwesen der Königin viel sicherer ist", sagt die Quelle.

Missbrauchsvorwürfe: Um einer Klage zu entgehen? Prinz Andrew flieht (mal wieder) nach Schottland

Klageschrift kann nicht zugestellt werden

Im August hatte die Amerikanerin Virginia Roberts Giuffre in New York Zivilklage wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen eingereicht. Seitdem schweigen Andrew und seine Anwälte vehement. Dass er nun vermeidet, die Klageschrift anzunehmen, erschwert den gesamten rechtlichen Prozess. Bereits für den 13. September ist die erste mündliche Anhörung angesetzt – und dem Beklagten stehen 21 Tage Zeit zu, um auf die Vorwürfe zu reagieren. 

Prinz Andrews Versteckspiel dürfte ihm auf lange Sicht wenig bringen. Wenn ein Beklagter nicht persönlich zu erreichen ist, können Anwälte vor Gericht einen Antrag auf Zustellung durch öffentliche Bekanntmachung stellen. Die dürfte Prinz Andrew dann sogar auf Schloss Balmoral erreichen. 

Quelle: "The Sun"

ls

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