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Prinzessin Madeleine löst Verlobung: Vom "Wunsch-Schwiegersohn" getrennt

Kurz vor der Traumhochzeit herrscht Liebeskummer am Stockholmer Hof: Prinzessin Madeleine (27) hat knapp drei Monate vor der Hochzeit von Kronprinzessin Victoria (32) ihre eigene Verlobung aufgelöst.

Trotz der bevorstehenden Hochzeit von Kronprinzessin Victoria herrscht im schwedischen Königshaus Liebeskummer: Prinzessin Madeleine, jüngstes Kind von König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia, hat die Verlobung mit Jonas Bergström gelöst. Das teilte der Hof am Samstag in Stockholm mit. In einem Medienbericht war zuvor von einem Seitensprung Bergströms die Rede gewesen.

Vor acht Monaten hatte das schwedische Königshaus feierlich die Verlobung von Prinzessin Madeleine verkündet - nun gehen die 27-jährige Königstochter und ihr langjähriger Partner getrennte Wege. "Sie haben entschieden, dass es für sie das Beste ist, getrennte Wege zu gehen", hieß es in einer kurzen Erklärung. Weitere Mitteilungen des Königshauses werde es in der Sache nicht geben. "Sie brauchen Ruhe und Frieden in dieser schwierigen Situation. Die heftige Berichterstattung macht es für sie nicht leichter."

Möglicher Grund für die Trennung ist eine Geschichte in einer norwegischen Illustrierten, "Se og Hör", in der die norwegische Handballspielerin Tora Uppström Berg diese Woche erklärte, sie habe im vergangenen Jahr mit Bergström eine Nacht in einem beliebten Skigebiet verbracht. Die schwedische Boulevard-Presse hatte daraufhin bereits seit Tagen über ein Ende der Beziehung spekuliert.

Erst am 11. August letzten Jahres hatte Madeleine stolz ihren Verlobungsring vor den Kameras gezeigt und begeistert vom Heiratsantrag ihres Auserwählten auf Capri erzählt. Und der elegante Jurist schwärmte, dass er unsterblich in die blauen Augen von Madeleine und in ihr "herrliches Lachen" verliebt sei.

Die Freude der beiden Verlobten hielt danach in der gemeinsamen Wohnung im Stockholmer Stadtteil Södermalm offenbar nicht lange an. Bergström sei immer mehr eigene Wege gegangen, habe sich in Arbeit vergraben und dann auch noch Wochenendtouren mit Jugendfreunden dem Beisammensein mit Madeleine vorgezogen, hieß es in Medienberichten.

Dabei galt Bergström als "Wunsch-Schwiegersohn" für Königin Silvia und König Carl XVI. Gustaf, weil er wesentlich gewandter auftrat als Victorias Auserwählter. Aber als dann letzte Woche eine angebliche Affäre Bergströms nicht lange nach der Verlobung durch die Medien lief, spielte das alles keine Rolle mehr.

Madeleine kam schon nicht mehr, wie geplant, mit Eltern und Geschwistern zum 70. Geburtstag der dänischen Königin Margrethe nach Kopenhagen mit. Sie ging in Stockholm auf Tauchstation. Aus der gemeinsamen Wohnung mit ihrem Verlobten war die früher als "Partylöwin" geltende Madeleine bereits zuvor ausgezogen.

Madeleine, die mit ihren blonden Haaren und blauen Augen der Liebling der Paparazzi ist, hatte vor ihrer Verlobung bereits seit sieben Jahre mit Bergström zusammengelebt. Sie ist das jüngste Kind des schwedischen Königs Carl XVI. Gustaf und seiner aus Deutschland stammenden Frau Silvia. 2006 machte sie ihren Abschluss in Kunstgeschichte an der Universität Stockholm. Nach einem Praktikum beim UN-Kinderhilfswerk UNICEF in New York arbeitete sie in der von ihrer Mutter Königin Silvia gegründeten World Childhood Foundation mit, die sich um sexuell missbrauchte Kinder kümmert.

Die Prinzessin ist nach ihren Geschwistern Victoria und Carl Philip die dritte in der schwedischen Thronfolge. Heiraten darf Madeleine allerdings erst, wenn ihre ältere Schwester Viktoria ihr Jawort gegeben hat. Die 32-Jährige heiratet am 19. Juni in Stockholm den vier Jahre älteren Fitnesstrainer Daniel Westling.

APN/AFP/DPA / DPA