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Prinzessin Madeleine trennt sich: Verlobungsfalle beim Après-Ski

Er soll sie beim Ski fahren betrogen haben: Das schwedische Königshaus hat die Auflösung der Verlobung von Prinzessin Madeleine und Jonas Bergström bekannt gegeben. Das Aus ist eine persönliche Niederlage für König Carl Gustaf und Königin Silvia.

Von Jens Maier

Ist der Verlobungsring noch dran? Diese Frage beschäftigte seit Tagen die Boulevardpresse in Schweden. Auf den Titelseiten der einschlägigen Blätter prangten Fotos von der Prinzessin, ihre Hand in Großaufnahme. Am Samstag war es dann soweit: Der Ring war weg, die Verlobung gelöst: Madeleine von Schweden ist wieder Single.

Die schwedische Königstochter gab am Wochenende die Auflösung ihrer Verlobung mit Jonas Bergström bekannt. Vor acht Monaten hatte sich das Paar, das seit Jahren liiert ist, die Ehe versprochen. "Nach reiflicher Überlegung haben Prinzessin Madeleine und Jonas Bergström gemeinsam beschlossen, getrennte Wege zu gehen", hieß es jetzt in einer Mitteilung des Hofes lapidar. Gründe für die Trennung wurden offiziell keine genannt - doch das ist auch nicht nötig. Ganz Schweden weiß bereits darüber Bescheid.

Dabei sah es im vergangenen Sommer noch so aus, als stünde den Skandinaviern eine erneute Traumhochzeit bevor. Die 27-jährige Madeleine gilt als eine der hübschesten Prinzessinnen Europas. Die kleine Schwester von Victoria und Nummer zwei der schwedischen Thronfolge hatte stolz ihren Verlobungsring in die Kameras gezeigt und begeistert vom Heiratsantrag ihres Auserwählten auf Capri erzählt. Der 31-jährige Bergström ist ein erfolgreicher Rechtsanwalt, ebenfalls gut aussehend und sagte damals, er sei "unsterblich in die blauen Augen und ihr herrliches Lachen verliebt".

Doch Grund zum Lachen hatte Madeleine in den vergangenen Monaten keinen. Bergström soll sie betrogen haben. Seit Wochen gibt es Gerüchte, dass der Prinz in spe mehrfach fremdgegangen sei. Zeitungen meldeten, dass Madeleine daraufhin aus der gemeinsamen Wohnung in Stockholm ausgezogen sei. Als sich dann vergangene Woche auch noch eine 21-Jährige Norwegerin zu Wort meldete, die in den Medien über eine angebliche Affäre mit Bergström beim Après-Ski berichtete, brachte dies das Fass zum Überlaufen.

Persönliche Niederlage für Carl Gustaf und Silvia

Für König Carl Gustaf und Königin Sylvia ist die Trennung eine persönliche Niederlage. Beide wachen streng über die Beziehungen ihrer Kinder, haben mögliche Kandidaten streng geprüft. Dass sie ihr Einverständnis zur Verlobung zwischen Madeleine und Bergström gegeben haben, galt als Ritterschlag für den Stockholmer Rechtsanwalt. Dass dieser ihre Tochter enttäuscht hat, kann auch als Scheitern der höfischen Heiratspolitik gesehen werden. Doch möglicherweise kam die Trennung noch zum rechten Zeitpunkt.

Jetzt kann sich das Königshaus voll und ganz auf die bevorstehende Hochzeit von Kronprinzessin Victoria konzentrieren. Nichts soll das royale Ereignis des Jahres trüben: Die 32-Jährige und ihr Ex-Fitnesstrainer Daniel Westling, 36, geben sich am 19. Juni in Stockholm das Ja-Wort. 34 Jahre nach der Heirat von König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia wird die in ganz Europa übertragene Trauung das Unglück von Madeleine vergessen machen.