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Regisseur Dieter Wedel: "Eichinger ist einen wunderbaren Tod gestorben"

Deutschlands Filmwelt trauert um Bernd Eichinger. Regisseur Dieter Wedel sieht dagegen wenig Grund, Tränen zu vergießen. Seiner Ansicht nach sei Eichinger einen "wunderbaren Tod" gestorben.

Filmproduzent Bernd Eichinger ist nach Ansicht von Regisseur Dieter Wedel (68) einen "wunderbaren Tod" gestorben. "Sein Tod passt zu seinem Leben. Es war ein großer theatralischer Abgang", sagte Wedel am Sonntag in dem Radiotalk "Bärbel Schäfer live" von hr3. "Sterben müssen wir alle, und den Zeitpunkt können wir nicht bestimmen. Ich konnte mir Bernd Eichinger niemals als alten Mann vorstellen." Ein Tod im Krankenhaus hätte nicht zu Eichinger gepasst, sagte Wedel ("Der große Bellheim", "Der König von St. Pauli").

Eichinger war am vergangenen Montag während eines Abendessens in Hollywood im Alter von 61 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Wedel sagte, er halte jeden Menschen für ersetzbar. "Bernd Eichinger wird nicht sofort einen Nachfolger finden, und natürlich wird man die Lücke spüren, aber ­ und damit müssen wir leben ­ jeder wird irgendwann ersetzt."

DPA / DPA