HOME

Renée Zellweger: Kein Grund zum Anstoßen

Renée Zellweger wird immer dünner und gönnt sich verdächtig viele Drinks. Offenbar leidet die Schauspielerin mehr unter Einsamkeit, als sie zugeben will. Und auch im Job läuft es derzeit nicht rund.

Von Alexander Nebe

Die Paparazzi befinden sich schon in Lauerstellung, wittern den perfekten Schuss. Und tatsächlich: Renée Zellweger schwankt immer bedrohlicher, stolpert über ihre High Heels - und sinkt Sekunden später in die Arme eines Assistenten. Puh, gerade noch mal gut gegangen! Endlich erreicht sie die rettende Limousine, plumpst kichernd auf den Rücksitz und rauscht in die Aprilnacht davon. Finale eines Gala-Dinners in Rom, an dem Renée und ihr Filmpartner George Clooney teilnahmen, um die Romanze "Ein verlockendes Spiel" zu promoten. Ein Abend, an dem die 39-Jährige offensichtlich etwas zu tief ins Rotweinglas geschaut hat. Wieder mal.

Bereits bei der Londoner Premierenparty soll Miss Zellweger bei Pressevertretern und Gästen für Stirnrunzeln gesorgt haben, weil sie angeblich viel mehr trank, als ihr guttat. Hat die Schauspielerin am Ende ein Alkoholproblem, wie das US-Magazin "Star" behauptet? "Zum Privatleben unserer Klienten äußern wir uns generell nicht", so der knappe Kommentar ihres Managements auf Nachfrage von "Gala". "Ich gehe nach Hause und leere erst mal eine Flasche Whiskey. Schließlich muss ich meinem Ruf als Texanerin gerecht werden", hatte Renée kürzlich in einem Interview auf die Frage geantwortet, wie sie denn ihre Abende als Single gestalten würde. Und George Clooney lästerte, dass die Arbeit am Set mit ihr ein Albtraum gewesen sei: "Sie ist die geborene Schnapsdrossel und torkelte deshalb ständig herum." Äußerungen, die als Scherz gedacht waren, jedoch angesichts ihrer jüngsten Auftritte jetzt einen bitteren Beigeschmack haben.

Denn Gründe, um privaten Kummer mit ein paar Gläschen Alkohol zu ertränken, hätte Renée Zellweger genug. Da ist vor allem ihr Liebesleben, das bis heute unter keinem guten Stern steht. Affären mit Kollegen wie Jim Carrey, George Clooney oder dem White-Stripes-Sänger Jack White hielten nicht lange. Und der Blitz-Ehe mit dem Country-Barden Kenny Chesney im Jahr 2005 folgte eine Blitz-Scheidung - nach nur sieben Monaten. Grund: Renée wollte Kinder, er nur seinen Spaß. "Ihn zu heiraten war die schlechteste Idee meines Lebens", resümiert die Oscar-Preisträgerin heute. "Dabei hätte ich doch so gern ein Zuhause, etwas Beständiges, Vertrautes", so Zellweger. Freunde beobachten derweil besorgt, dass sich die früher so lebensfrohe Darstellerin in eine einsame Wölfin verwandelt hat.

Nicht einmal im Job läuft's zurzeit rund. Ihr letzter großer Kino-Erfolg war das Drama "Cold Mountain", seitdem reiht sich Flop an Flop. "Ein verlockendes Spiel" brachte an den US-Kinokassen nur katastrophale 14 Millio¬nen Euro ein. Deshalb denkt sie jetzt laut darüber nach, noch ein weiteres Mal in ihre Erfolgsrolle "Bridget Jones" zu schlüpfen. Doch ob das die Wende bringt? Keine Frage: Renée Zellweger steht beruflich unter Druck, zumal sie im kommenden Jahr 40 wird. Und spätestens dann wird's für Schauspielerinnen eng in Sachen Top-Rollen. Um weiterhin für Hollywoods Produzenten interessant zu sein und dem aktuellen Schönheitsideal zu entsprechen, hat sich Renée deshalb inwischen fast auf Size Zero heruntergehungert.

"Ich komme gut allein zurecht", gibt sich Renée Zellweger nach außen betont kämpferisch. Doch wie es tatsächlich in ihr aussieht, weiß niemand. Es bleibt zu hoffen, dass sie endlich den Mann fürs Leben kennenlernt. Denn Küsse schmecken ja bekanntlich noch viel besser als ein guter Tropfen.

Mitarbeit: Philipp Coenen