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"Dick Pics" und Co. Bloßstellen reicht ihr nicht: Ruth Moschner will härter gegen sexuelle Belästigung im Netz vorgehen

Ruth Moschner bei "The Masked Singer"
Ruth Moschner will härter gegen Belästigungen in den sozialen Medien vorgehen
© Rolf Vennenbernd/ / Picture Alliance
Ruth Moschner nimmt anzügliche Nachrichten auf ihren Social-Media-Accounts nicht einfach hin, sie hat sich schon immer aktiv gewehrt – geht jetzt aber noch einen Schritt weiter.

Ruth Moschner hat genug von sexueller Belästigung im Internet. Die TV-Moderatorin bekommt regelmäßig "Dick Pics" oder anzügliche Nachrichten zugeschickt, die sie nicht einfach so hinnehmen will. Auf ihrem Instagram-Account rief sie daher vor einiger Zeit den "#FahrzurHöhle-Award" ins Leben. Der Gedanke dahinter: Damit möchte sie die Männer, die solche Nachrichten und Kommentare versenden, bloßstellen und anprangern. Zudem meldete und blockierte sie Nutzer, die das tun, bisher konsequent. Doch das sei nicht genug, findet Moschner. Jetzt geht die 44-Jährige den nächsten Schritt: Sie bringt solche Vergehen zur Anzeige. 

Im Interview mit der RTL-Promi-Webshow "VIPstagram" sagt Moschner: "Es ist ja so, dass man als Frau – sicherlich auch als Mann, aber als Frau verstärkt – sehr viele 'lustige Bildchen' zugeschickt bekommt von männlichen Gliedmaßen untenrum und ganz viele Sprüche, Texte, die alle auf sexuelle Belästigung, Nötigung und Einschränken meines persönlichen Wohlfühlens abzielen."

Ruth Moschner schockiert über Nachrichten junger Mädchen

Ihr Award, mit dem sie die "ekelhafteste Kröte" kürt, sei aber nur "Effekthascherei", findet die Moderatorin. Nun möchte sie mehr und hat sich Hilfe bei einer Anwältin gesucht. Bei der Berliner Staatsanwaltschaft habe sie nun Anzeigen eingereicht gegen "eine große Auswahl an 'Höhlenmenschen'", sagt die 44-Jährige. Seit zwei Monaten liege das Ganze dort, man warte nun darauf, wie es weitergeht.

Der Auslöser für ihr verschärftes Vorgehen waren unzählige Zuschriften junger Mädchen, die ihr schrieben, dass auch sie mit widerlichen Nachrichten und Bildern belästigt werden. "Was mich extrem schockiert, und das war von Anfang an der Fall, dass mir ganz viele 13- oder 14-jährige Mädels sagen: 'Ich kriege sowas auch.' Und da könnte ich im Strahl ... ihr wisst schon. Ich finde das so ekelhaft." Auch für diese Mädchen möchte die Moderatorin jetzt Bestrafungen für sexuelle Belästigung im Netz durchboxen.

"Mir ist es ganz wichtig, den Betroffenen die Scham zu nehmen und dass man ganz klar macht: Es ist nicht eure Schuld. Sondern derjenige, der euch die Nachrichten schickt, der ist das Schwein", findet Moschner.

Verwendete Quelle:rtl.de

maf

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