Salma Hayek Traumhochzeit geplatzt


Ein rauschendes Fest sollte es werden. Mit 400 Gästen wollten Schauspielerin Salma Hayek und Unternehmer François-Henri Pinault ihre Hochzeit in St.Tropez feiern. Doch jetzt ist alles Aus. Hayek und Pinault haben sich getrennt. Ist ihre Karriere schuld?
Von Alexander Nebe

Die Anspannung steht ihr ins Gesicht geschrieben. Salma Hayek wirkt müde, gehetzt und tieftraurig. Selbst Töchterchen Valentina schafft es an diesem Juli-Nachmittag nicht, der Mama ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Zu sehr belasten die 41-jährige Schauspielerin Gedanken an ihre Beziehung. Nur wenige Stunden zuvor hat sie sich in Malibus "Taverna Tony" mit ihrem Verlobten zum Lunch getroffen. Krisensitzung. Wieder mal. Und offensichtlich mit traurigem Ergebnis: "Wir bedauern, bekannt geben zu müssen, dass die Verlobung zwischen Miss Hayek und François-Henri Pinault gelöst wurde. Es gibt keinen weiteren Kommentar dazu", bestätigte Hayeks Pressesprecherin Cari Rossi jetzt in einer offiziellen Stellungnahme das Liebes-Aus.

Eine überraschende Trennung. Denn noch vor ein paar Wochen hatte das Glamourpaar weltweit für Medienwirbel gesorgt, weil Details der für Frühjahr 2009 geplanten Hochzeitsfeier durchsickerten. Die fünftägige De-luxe-Sause sollte mit 400 Gästen auf einem Schloss nahe St. Tropez stattfinden und insgesamt mehr als zwei Millionen Euro kosten. Heute rätseln sicher auch die Wedding Planner, wo denn wohl die Gründe für das Scheitern der vermeintlich so perfekten Beziehung liegen.

Lag es an Salma Hayeks Hang zur Unabhängigkeit? "Natürlich könnte ich auch eine Pariser Hausfrau werden. Aber ich bleibe in Los Angeles und kümmere mich um meine Firma. Das ist meine Mission!", betonte die Mexikanerin, die mit ihrem guten Freund Jose Tamez die TV-Produktionsfirma Ventanarosa ("Ugly Betty") leitet, noch vor einem Jahr. Und nach außen schien es so, als hätte Pinault mit dem Lebensentwurf seiner Liebsten keine Probleme, was sie auch bestätigte: "Ich habe das große Glück, dass mein Mann nachempfinden kann, wie viel mir meine Arbeit bedeutet." Doch konnte der Multi-Milliardär und Geschäftsführer des Luxus-Imperiums PPR, zu dem auch Edelmarken wie Gucci, Yves Saint Laurent und Balenciaga gehören, das wirklich?

"Eigentlich ist Henri ein Macho vom alten Schlag. Nur Salma zuliebe hat er Kröten geschluckt und murrend akzeptiert, dass sie keine Zugeständnisse in Sachen Karriere machen wollte. Doch zuletzt litt er immer mehr unter der Situation", verrät ein Vertrauter des Paares gegenüber GALA. Auch das Beziehungsmodell - Hayek lebte die meiste Zeit mit Valentina in der neuen Villa in Los Angeles, führte seine Geschäfte weiterhin von Paris aus - habe zunehmend Frust bei dem 46-Jährigen ausgelöst.

Dabei sah lange Zeit alles nach dem perfekten Glück aus. Nachdem sich die beiden im Mai 2006 in Venedig kennen und lieben gelernt hatten, verkündeten Hayek und Pinault, der zwei Kinder aus erster Ehe hat, zehn Monate später ihre Verlobung und dass sie ihr erstes Baby erwarten: Im September 2007 kam Töchterchen Valentina Paloma zur Welt. Zu diesem Zeitpunkt hatte Pinaults Familie Salma Hayek längst ins Herz geschlossen. Auch Papa François Pinault, 71, soll ganz vernarrt in seine Schwiegertochter in spe gewesen sein. Pikanterweise machte Hayek in Interviews trotz fortgeschrittener Hochzeitsplanungen keinen Hehl daraus, dass sie auch in einer wilden Ehe glücklich sein kann: "Ich muss nicht unbedingt heiraten. Mir reicht es, mit einem Partner an meiner Seite alt zu werden", sagte die Latina im April der US-Zeitschrift "Glamour". Ahnte sie zu diesem Zeitpunkt schon, dass ihre Liebe zu Pinault keine Zukunft hat?

Ein Beziehungskrieg droht laut Insidern nicht. "Dafür liegt ihnen das Wohl ihrer Tochter viel zu sehr am Herzen", verrät eine enge Freundin. Ausgesorgt hat die kleine Valentina sowieso: Allein 2006 setzte PPR, das Unternehmen ihres Papas, knapp 18 Milliarden Euro um. Und Mama Salma hat ohnehin keine Zeit, sich mit dem Ex zu streiten. Denn neben ihrem Job als Produzentin steckt sie derzeit in den Dreharbeiten für das Hollywood-Drama "Keep Coming Back", das noch in diesem Jahr in die Kinos kommen soll. Ihr dürfte so viel Stress nur Recht sein. Schließlich ist Arbeit immer noch die beste Medizin.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker