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Langzeitstillen: "Mir fehlt die Kraft": Sara Kulka postet ihr letztes Still-Bild – und dafür gibt es einen Grund

Immer wieder wird Sara Kulka für ihre Bilder beim Stillen kritisiert. Jetzt zieht das Model endgültig Konsequenzen.

Sara Kulka

Sara Kulka setzt sich dafür ein, Langzeitstillen in der Öffentlichkeit zu normalisieren

Dass sie ihre zwei Töchter auch über das zweite Lebensjahr hinaus stillt, ist für Model Sara Kulka normal. Auf Instagram hat ihr das in der Vergangenheit aber schon den einen oder anderen Shitstorm eingeheimst. Jetzt hat Kulka auf die immer wieder aufkommende Kritik reagiert - mit einem letzten Still-Bild. 

Sara Kulka postet letztes Still-Bild

"Irgendwann ist auch mein Mut aufgebraucht ihr Lieben", schreibt sie auf der Plattform. "Auch wenn es vielleicht für den einen oder anderen nicht verständlich ist, warum mein Limit bis drei ist, mich hier öffentlich beim Stillen zu zeigen. Aber mir fehlt die Kraft, die Kraft mich immer wieder zu erklären, die Kraft mich Anfeindungen zu stellen", erklärt Kulka.

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Mein letztes aktuelles Stillbild. Das Stillen ist mein Herzensthema. Nicht weil ich mich damit profilieren möchte, nein ich möchte Mut machen. Den Mut, den ich durch meine Freunde und Familie bekommen habe, den wollte ich immer weitergeben, denn mir hat es so sehr geholfen, andere stillende Frauen zu sehen, vor allem die Frauen zu sehen, die ihre Kleinkinder stillen . Aber irgendwann ist auch mein Mut aufgebraucht ihr Lieben. Auch wenn es vielleicht für den einen oder anderen nicht verständlich ist, warum mein Limit bis drei ist, mich hier öffentlich beim Stillen zu zeigen. Aber mir fehlt die Kraft, die Kraft mich immer wieder zu erklären, die Kraft mich Anfeindungen zu stellen. Warum bis 3? Vielleicht weil die Frauen auf der ganzen Welt durchschnittlich bis 3 stillen, vielleicht weil die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr zu stillen und ich dann dieses Argument nicht mehr habe. Vielleicht aber auch, weil ich einfach feige bin, da ich nie in meinem Leben so stark kritisiert wurde wie für das Langzeitstillen. Aber es hat sich gelohnt, denn vor 4 Jahren, als ich den Schritt gewagt habe und das erste Mal mit dem Thema in die Öffentlichkeit gegangen bin, war die Empörung noch groß, als ich meine zweijährige Tochter stillte. Heute wird es immer noch erwähnt aber längst nicht mehr so aggressiv. Dennoch kann ich über meine Grenze nicht hinaus, denn damals brauchte ich ein ganzes Jahr, um mich nicht mehr zu schämen und mich den Anfeindungen zu stellen und mich sicher zu fühlen. Natürlich weiß ich, dass die Weltgesundheitsorganisation auch darüber hinaus empfiehlt zu stillen, so wie Mama und Kind sich wohl fühlen. Und genau das werde ich auch weiterhin machen, aber nur für uns. Und wie lange wir noch diese wundervolle Zeit genießen, bleibt wie auch bei Matilda unser Geheimnis. #stillen #unserleben #meinegedanken #langzeitstillen #mut #momlife #zeitabschnitt #geheimnis #liebe #dankbar

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Ihr Entschluss habe viele Gründe, über die sie selbst in dem Posting nachdenkt. "Vielleicht weil die Frauen auf der ganzen Welt durchschnittlich bis drei (Jahre) stillen, vielleicht, weil die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr zu stillen und ich dann dieses Argument nicht mehr habe. Vielleicht aber auch, weil ich einfach feige bin, da ich nie in meinem Leben so stark kritisiert wurde wie für das Langzeitstillen", so das Model

Zuspruch in den Kommentaren

Doch sie sieht auch, dass ihre Bemühungen der vergangenen Jahre Früchte getragen haben. Am Anfang sei die Empörung noch sehr groß gewesen, erinnert sich die ehemalige GNTM-Kandidatin. "Heute wird es immer noch erwähnt, aber längst nicht mehr so aggressiv", resümiert sie. Sie habe sich trotzdem lange Zeit geschämt und wollte sich den vielen negativen Kommentaren nicht stellen. Sie werde auch über das zweite vollendete Lebensjahr ihrer Tochter stillen, verrät sie. Wann sie damit aufhört, bleibt allerdings ihr Geheimnis. 

In den Kommentaren unter dem Posting erhält das Model viel Zuspruch. Viele Abonnentinnen bedanken sich bei der Influencerin dafür, dass sie dem Thema eine Plattform gegeben hat. 

ls
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