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Schauspielerin bei Flutopfern in Pakistan: Angelina Jolie bittet um mehr internationale Hilfe

Die Not in Pakistan ist weiter groß, doch die Spenden reichen nicht aus. Oscar-Preisträgerin Angelina Jolie will das ändern - sie besucht Flutopfer und appelliert an die Welt, den Menschen zu helfen.

Hollywood-Star Angelina Jolie ist am Dienstag nach Pakistan gereist, um sich für die 21 Millionen Menschen stark zu machen, die von den verheerenden Überschwemmungen betroffen sind. "Die Botschafterin des (Flüchtlingshilfswerks) UNHCR ist nach Pakistan gekommen, um Flutopfer zu treffen und auf die andauernde dringende Hilfsbedürftigkeit hinzuweisen", teilte das UNHCR in Islamabad mit. Die 34-jährige Schauspielerin, die oft für das UNHCR in Krisengebieten unterwegs ist, besuchte ein Flüchtlingslager im Nordwesten des Landes.

"Ich sehe die Lage so, dass dies ein beispielloses Ausmaß hat", sagte Jolie vor Journalisten. "Die Lage ist außergewöhnlich kompliziert", sagte die Schauspielerin, die ein schwarz-rotes Kopftuch trug. "Es geht hier ja nicht nur um die Überschwemmungen", fügte sie mit Blick auf rund 1,7 Millionen Flüchtlinge aus Afghanistan hinzu, die schon vor der Naturkatastrophe im Nordwesten des Landes Zuflucht gesucht hatten.

Es ist Jolies vierte Reise nach Pakistan, seit sie 2001 zur Botschafterin des UNHCR ernannt wurde. In der vergangenen Woche hatte die Filmheldin in einer Videobotschaft an die Menschen appelliert, mehr für Pakistan zu spenden. Sie selbst gab 100.000 Dollar. In Pakistan sind 21 Millionen Menschen von den Folgen der schwersten Überschwemmungen in der Geschichte des Landes betroffen. 1760 Menschen starben durch die Fluten, die von ungewohnt heftigem Monsunregen ausgelöst wurden.

AFP/DPA / DPA