Schmerzensgeld Anders will eine Million von Bohlen


Der ehemalige Modern-Talking-Sänger Thomas Anders und sein Ex-Partner Dieter Bohlen streiten erneut vor Gericht. Anders will eine Million Euro Schmerzensgeld für die Betrugsvorwürfe in Bohlens Buch "Hinter den Kulissen".

In dem für diesen Donnerstag geplanten Prozess am Berliner Landgericht fordert Anders eine Million Euro Schmerzensgeld. Er habe sich durch Betrugs-Behauptungen von Bohlen in seinem Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt gefühlt und verlange jetzt Entschädigung, sagte eine Sprecherin des Gerichts. Persönliches Erscheinen der Beiden sei nicht angeordnet worden.

Als Grund für die Klage hatte Anders-Anwalt Christoph Meyer-Bohl "verleumderische" Aussagen Bohlens in dessen Bestseller "Hinter den Kulissen" genannt. Darin hatte Pop-Produzent Bohlen (51) behauptet, Anders (41) habe bei einer gemeinsamen Tournee im Jahr 2002 Gelder für sich abgezweigt. Anders sprach von einer "gezielten Diffamierung".

In dem Streit hatte Anders bereits einen juristischen Sieg errungen. Er habe nicht betrogen, urteilte das Berliner Landgericht im vergangenen Juni. Die von ihm beanstandeten Textpassagen in Bohlens Buch enthielten "unwahre Tatsachenbehauptungen". Das Gericht verbot Bohlen, entsprechende Aussagen zu wiederholen oder zu verbreiten. Bei Verstößen wurde ihm ein Ordnungsgeld von bis zu 250 000 Euro angedroht. Laut Gericht ist die Entscheidung aber noch nicht rechtskräftig. Es wurde Berufung beim Kammergericht eingelegt.

Die beanstandeten Passagen über Anders mussten in der Neuauflage des Buches geschwärzt werden. Auch andere Prominente wie die "Tagesschau"-Sprecher Jens Riewa und Eva Hermann waren mit Erfolg gegen Bohlens Biografie vor Gericht gezogen.

DPA


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