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Schwul oder nicht?: Clooney heizt die Gerüchteküche an

Egal, wie viele schöne Frauen er um sich scharrt: Das Gerücht, George Clooney sei schwul, hält sich hartnäckig. Nun nahm Hollywoods Dauer-Junggeselle erstmals Stellung zu den immer wieder auftauchenden Vermutungen.

Von Frank Siering, Los Angeles

Er kann gut mit anderen Männern: Matt Damon, Brad Pitt, Michael Fassbender. Allesamt nicht nur Kollegen, sondern gute Freunde mit Oscar auf dem Kaminsims von Ewig-Single George Clooney. Mit ihnen verbringt er Zeit, so er sie denn hat. Mit ihnen witzelt er herum - manchmal sogar recht intim. Über Fassbenders Männlichkeit zum Beispiel machte sich Clooney kürzlich bei den Golden Globes lustig. "Jeder Mann, der den Film ["Shame"] gesehen hat", so Clooney über die Nacktszene von Fassbender, "hat gleich beeindruckt 'Junge, Junge' gerufen."

Es sind solche Kommentare, die dem Hollywood-Gerücht, der schöne George tue nur immer so, als sei er ein echter Weiberheld, bevorzuge aber im privaten Leben eher die intime Gesellschaft von Männern, Nahrung geben. Bisher hatte sich Clooney selbst zu diesen Vermutungen nie geäußert. In einem Interview mit dem Magazin "The Advocat" ist es diesmal anders.

Privatleben soll privat bleiben

Und die Reaktion Clooneys überraschte durchaus. Demnach machen dem "Descendants"-Star, der derzeit mit der ehemaligen Wrestlerin Stacy Keibler auf jedem roten Teppich für die Kameras posiert, die Gerüchte um seine sexuelle Ausrichtung keineswegs etwas aus. "Mir geht das total am Arsch vorbei", so Clooney im Interview. Und weiter: "Aber ich werde den Teufel tun und jetzt auf- und abspringen und allen erzählen, dass das Lügen sind", sagte Clooney weiter.

Ebenso interessant seine Begründung für diese Laissez-faire-Haltung: "Ich werde niemandem die Genugtuung geben, durch eine Reaktion meinerseits die Vermutung aufkommen zu lassen, dass es etwas Schlechtes ist, schwul zu sein." Clooney sagte, dass sein Privatleben doch bitte genau das bleiben soll - privat. Und fügte hinzu: "Glauben Sie mir, ich bin sehr glücklich mit meinem Leben."

Auf der falschen Seite der Geschichte

Der Schauspieler und Aktivist, so führte er in dem Interview mit dem "Advocat" aus, habe außerdem "Freunde in der Schwulenszene". Und eine Reaktion auf die Spekulation über seine sexuellen Vorlieben wäre genau diesen Freunden gegenüber "total unfair".

Auch glaubt der 50-Jährige, dass es niemandem wirklich wehtue, "wenn jemand denkt, dass ich schwul sei. Ich werde irgendwann tot sein und dann laufen immer noch Leute umher, die sagen werden, dass ich schwul war", so Clooney weiter. Eine Sache, die Mr. Sexy allerdings sehr am Herzen liegt, ist die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Eheschließungen. Clooney wird sogar demnächst in einem Kinofilm die Hauptrolle übernehmen, die sich genau mit dieser Thematik befasst.

Für Clooney ist das Recht auf Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren "der letzte Schritt in der Bürgerrechtsbewegung". Clooney wörtlich: "Es ist peinlich, auf der falschen Seite unserer Geschichte zu stehen. Und es macht Mut zu wissen, dass dieses Argument (dass nur Mann und Frau heiraten dürfen) für die nächsten Generationen sicherlich schon bald ein bisschen albern klingen wird".

Darauf angesprochen, ob er denn bereit wäre, einen schwulen Charakter auf der Leinwand zu spielen, sagte Clooney: "Ich tue mit Sicherheit nichts, um das zu vermeiden. Wenn es ein gutes Skript ist, bin ich an Bord."