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Erneuter Post auf Facebook: Sinéad O'Connor will ihren Sohn zurück

Die irische Sängerin Sinéad O'Connor meldete sich erneut auf Facebook zu Wort. Sie fordert das Sorgerecht für ihren Sohn zurück. Nach einem Selbstmordversuch war O'Connor in eine Klinik eingewiesen worden.

Sinead O'Connor

Sinéad O'Connor hat erneut auf Facebook wirre Anschuldigungen veröffentlicht.

Es waren alarmierende Zeilen, die Sinéad O'Connor in den vergangenen Wochen auf Facebook postete. Die Sängerin hatte Anfang des Monats in dem sozialen Netzwerk einen Hilferuf abgesetzt, nachdem sie eine Überdosis Tabletten genommen hatte. Die Polizei fand sie gerade noch rechtzeitig in einem Hotelzimmer in Dublin, O'Connor kam in eine Klinik.

Von dort aus gingen die verstörenden Posts jedoch weiter. Sie beschimpfte ihre Familie, flehte gleichzeitig um Zuneigung. "Wenn eine Frau es das erste Mal nicht schafft ... Wird sie es wieder versuchen. Ich will mein Recht zu sterben und werde es einfordern", schrieb sie damals. Nun hat sich ihre Meinung offenbar geändert. Auf Facebook teilt sie Links zu Hilforganisationen, die sich um Selbstmordgefährdete kümmern, rät außerdem den kommentierenden Fans, sich schnell Hilfe zu holen. Und sie will ihren elfjährigen Sohn Shane zurück, der offenbar zu Pflegeeltern gegeben wurde, als O'Connor ins Krankenhaus kam.

Kampf um ihren Sohn Shane

In einem offenen Brief an den zuständigen Sozialarbeiter und den Direktor des Krankenhauses in Dublin beschwert sich die 48-Jährige über ihre Behandlung. Ein psychologisches Gutachten hätte ergeben, dass sie nicht geisteskrank sei, sondern lediglich an einer posttraumatischen Belastungsstörung leide. Sie wolle deshalb unverzüglich wieder Kontakt zu ihrem Sohn haben. Er sei der einzige gewesen, der sich um sie gesorgt habe. Sinéad O'Connor hat vier Kinder von vier verschiedenen Männern. Ihr jüngster Sohn Yeshua feiert in wenigen Tagen seinen neunten Geburtstag; der älteste, Jake, ist 28 Jahre alt. Ihm wirft sie vor, sich gegen sie zu stellen. Ihr Sohn Shane leidet an einer Verhaltensstörung, braucht deshalb besondere Betreuung. Im Brief deutet sie an, dass ihr jüngster Sohn deshalb nicht bei ihr leben könne.

Auch gegen das Krankenhauspersonal wettert O'Connor. Doch bei all der Wut kommen auch immer wieder Hilferufe durch. So schrieb sie am 14. Dezember: "Wenn einer meiner Freunde, also Leute, die mich kennen und sich für mich interessieren und nicht für die Sängerin oder die Großverdienerin, sich bitte bei mir melden könnte (...) Ich mache gerade Schweres durch und könnte wirklich etwas Unterstützung/Spaß/Gesellschaft brauchen." 

sst
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