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Erstes Interview Fergies Ex-Freund behauptet: Jeffrey Epstein wollte mit Prinz Andrews Eskapaden die Queen erpressen

Prinz Andrew
Königin Elizabeth II. hatte eine schwere Zeigt durch die Skandale rund um Prinz Andrew
© IMAGO / Paul Marriott
Noch nie zuvor hat der Ex-Freund von Sarah "Fergie" Ferguson, John Bryan, sich zum Königshaus geäußert. Nun gab er ein Interview, das viele Details zum Jeffrey-Epstein-Skandal mit Prinz Andrew preisgab.

John Bryan wurde weltberühmt durch ein ganz pikantes Foto. Der Unternehmer führte in den 90er Jahren eine Beziehung mit der Ex-Frau von Prinz Andrew. Nach der Trennung von Prinz Andrew vergnügte sich Fergie mit dem US-Unternehmer und es entstanden Fotos in einem Urlaub der beiden, auf denen Bryan Fergies Zeh lutschte. Ein Skandal, der Geschichte schrieb. 

Nun gab Bryan erstmalig "The Mail on Sunday" ein Interview und enthüllte dabei pikante Details seiner Verbindungen zum britischen Königshaus. Seit über dreißig Jahren kennt er die Royals und ist mit Fergie auch nach dem Beziehungsaus in den 90er Jahren befreundet geblieben. Trotzdem er ein Nachfolger Prinz Andrews ist, scheint er auch zu ihm ein freundschaftliches Verhältnis zu unterhalten. 

In dem Interview berichtet John Bryan vor allem von dem Skandal am Königshof rund um die Verbindung Prinz Andrews zu dem verstorbenen Pädophilen Jeffrey Epstein. Bryan, ein angesehener Finanzberater, berichtet, wie sich die Yorks am 30. November 2019 versammelten, um über den Skandal zu beratschlagen. Sie trafen sich, um eine strategische Wiederherstellung des zerstörten Rufs und der Finanzen des Herzogs auszuarbeiten. Auch John Bryan soll in einer Nacht-und-Nebel-Aktion in die Royal Lodge auf das Gelände von Schloss Windsor geschmuggelt worden sein, damit die Presse keinen Wind von seiner Unterstützung bekam.

Prinzessin Beatrice soll Prinz Andrew schwere Vorwürfe gemacht haben

Der 67-Jährige berichtet von einem wütenden Prinz Andrew, der "schimpfte und tobte" und gerufen haben soll: "Es ist mir egal", nachdem die Königin ihn von seinen royalen Diensten entbunden hatte. Die verzweifelte Prinzessin Beatrice soll zu ihrem Vater gesagt haben: "Du hast unserer Familie geschadet". In dem Interview berichtet Bryan auch, dass er sehr erstaunt war, 2019 zu diesem Krisengipfel geladen zu werden. "Sarah hat mich gebeten zu kommen und Andrew und den Mädchen zu helfen. Sie hat sich an mich gewandt, weil ich versiert im Umgang mit solchen Situationen bin. Ich baue gescheiterte Unternehmen wieder auf, ich baue Menschen wieder auf, ich baue Familien wieder auf", so Bryan.

Prinz Andrew soll sich persönlich in einer psychisch schweren Zeit befunden haben und auch finanzielle Probleme plagten den Royal, nachdem seine Mutter, die Königin, ihn als aktiven Royal suspendiert hatte. John Bryan erklärte sich bereit, der Familie bei der Ausarbeitung einer "langfristigen Strategie" zu helfen, die er "House of Kroy" nannte – er drehte das Wort "York" um. Im Mittelpunkt seines Plans stand die Notwendigkeit, Prinz Andrew davon zu überzeugen, dass er Sympathie für Epsteins Opfer zeigen muss, und dass er das Ausmaß der schrecklichen Verbrechen des Pädophilen versteht.

Auch am folgenden Tag lud Sarah Ferguson Bryan zum zweiten Mal in die Royal Lodge ein. Bryan nahm eine komplizierte Fahrt mit zwei Zügen und Taxi auf sich, bevor ihn der Fahrer an einem geheimen Ort abholte. "Ich war paranoid, dass irgendjemand herausfand, dass ich dort war", erklärt er. "Können Sie sich vorstellen, wie die Reaktion gewesen wäre? Dies war auf dem Höhepunkt des Skandals um das 'Newsnight'-Interview von Prinz Andrew. Es war eine Nacht-und-Nebel-Aktion. Schließlich wurde ich über ein Nachbargrundstück in die Royal Lodge gefahren."

Auch über die Verbindung Prinz Andrews und den mutmaßlich minderjährigen Frauen äußerte sich der Ex von Sarah Ferguson im Interview: "Ich habe während meiner Beziehung zu Sarah viele seiner Freundinnen gesehen und nie, nicht ein einziges Mal, tauchte er mit einer Frau auf, die nicht Mitte 20 war auf." Außerdem stellte John Bryan in dem Interview Mutmaßungen an, dass eine Erpressung durch Epstein all dem zugrunde liegen könnte.

John Bryan vermutet einen Erpressungsplan hinter dem Skandal

"Die Leute fragten sich immer, wie Epstein sein Geld verdient hat. Er sollte ein Steuerzauberer sein. Aber es war alles Betrug. Er hat reiche Männer erpresst und sie dann bezahlen lassen, um einen Skandal zu vermeiden. Er hat auf diese Weise Hunderte Millionen Dollar verdient. Epstein hat versucht, Prinz Andrew in sein Netz zu locken, aber ich glaube, sein ultimatives Ziel war die Königin."

Bryan behauptet, dass es eine Verschwörung zur Erpressung der Königin gab und dass die Anschuldigungen gegen Prinz Andrew unbegründet sind. John Bryan sagt: "Ich glaube, Andrew ist unschuldig. Wenn er wirklich an 'Orgien' beteiligt gewesen wäre, wie behauptet wurde, dann hätte Epstein das benutzt, um zu versuchen, die Königin zu bestechen, Millionen auszuzahlen, um ihre Familie zu schützen."

Hoffnung setzt der Ex-Freund von Fergie in die Töchter des Herzogs und der Herzogin von York: "Beatrice und Eugenie sind das Gesicht der nächsten Generation und ich glaube, dass sie diejenigen sein werden, die ihrer Familie helfen werden, sich zu erholen und zu gedeihen." Auf Anfrage der "The Mail of Sunday" lehnten der Herzog und die Herzogin von York eine Stellungnahme nach dem ersten Interview des Ex-Freundes der Herzogin ab.

Quellen:  Daily Mail, The Sun

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