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Serie: So wohnen die Stars Zieht George Lucas ins Flintstone-Haus?


"Star Wars"-Erfinder George Lucas liebäugelt angeblich mit einer der außergewöhnlichsten Immobilien in Kalifornien: Ein Höhlenhaus nahe San Francisco, in dem sich auch Fred Feuerstein heimisch fühlen würde.
Von Andreas Renner, Los Angeles

Unter eingefleischten Fans der "Star Wars"-Filmserie munkelt man schon länger, es seien die runden Dachbauten des sogenannten "Flintstone House" nahe San Francisco gewesen, die George Lucas zu seiner Konstruktion der Wüstenhäuser auf dem Planeten Tatooine inspirierten - dem Zuhause von Luke Skywalker. Lucas hat, so heißt es, von dem außergewöhnlichen Bauvorhaben in Hillsborough 1975 gelesen, wenige Monate bevor die Dreharbeiten für seinen ersten "Star Wars"-Film begannen, und fand die Konstruktion passend für seine Tatooine-Behausungen. Seinem Sohn Jett soll der Kultregisseur später versprochen haben, das Anwesen zu kaufen, sollte es mal zum Verkauf stehen. Nun hat er die Chance dazu, erstmals seit 19 Jahren ist das schräge Haus nun auf dem Markt - und Lucas soll tatsächlich bereits am Drücker sein. Zum Videorundgang durch das Haus geht es hier.

Das Flintstone-Haus, wie es im Volksmund heißt - angelehnt an die Architektur, die in Teilen an die Behausung der Familie Feuerstein aus den Flintstone-Comics erinnert - war ursprünglich eigentlich nur ein Experiment. Architekt William Nicholson wollte mit der Aneinanderreihung von Rundkuppel-Dächern neue Bauformen und die Verwendung neuer Materialien testen. Er konstruierte die einzelnen Räume aus Holzrahmen, die Runddächer mit Hilfe von luftgefüllten Ballons und Stahlrahmen und sprühte am Ende Spritzbeton auf das Gebilde. Auf gleiche Weise entstanden auch die Einbauregale, Fenster- und Türrahmen, die Lichttunnel und Nischen im Inneren des Hauses. Alles ist abgerundet, es gibt kaum Ecken - so entsteht das Gefühl einer Höhlenwohnung. Das muss man mögen.

Innerhalb dieses eigenwilligen Anwesens befinden sich auf 250 Quadratmetern Wohnfläche drei Schlafzimmer, zwei Badezimmer, eine Bar, ein Esszimmer, ein Wohnzimmer mit Kamin und Blick auf die San Francisco Bay und sogar ein Wasserfallbrunnen aus Stein in dem zwei Plastik-Dinosaurier baden. Sollte George Lucas das Haus tatsächlich kaufen, muss er 4,2 Millionen Dollar dafür auf den Tisch blättern. Ein stolzer Preis, findet Maklerin Marly Tempel, die die Kosten für den Bau des Hauses im Jahr 1976 auf 200.000 Dollar schätzt: "Das klingt fast ein wenig überteuert, allerdings ist Hillsborough eine der reichsten Kommunen Amerikas und verfügt über ein sehr überdurchschnittliches Pro-Kopf-Einkommen. Da werden solche Summen schon gezahlt. George Lucas kann es sich allemal leisten. Und es ist am Ende ein Unikat“, sagt die Expertin. Vielleicht nennt man es dann ja schon bald das "Taooine Haus" von George Lucas.


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